Probleme

Filz

Rasenfilz bremst das Rasenwachstum aus und wird gewöhnlich durch Vertikutieren entfernt. Viel einfacher ist es jedoch, die Bildung von Rasenfilz direkt zu vermeiden. Dies gelingt mit einer gesteigerten Bodenaktivität durch richtige Düngung. Spezialdünger mit aktiven Mikroorganismen winken dem Filzproblem und jährlichem Vertikutieren Ade!

Was ist Rasenfilz?

Rasenfilz ist nicht oder unvollständig zersetztes organisches Material, welches sich in der Grasnarbe angesammelt hat. Die Schicht kann mehrere Zentimeter dick werden und schwächt das Rasenwachstum, indem sie Wasser und Sauerstoff von den Rasenwurzeln fernhält und das Bodenleben hemmt.

Tipp: Rasenfilz ist nicht die einzige Schwierigkeit, die ambitionierten Rasenbesitzern begegnet. CUXIN gibt Tipps zur Lösung lästiger Rasenprobleme.

 

Rasenfilz erkennen

Ist Rasenfilz vorhanden, so findet man ihn vorrangig direkt auf dem Boden, rings um den Wurzelhals der Gräser. Er besteht aus altem Rasenschnitt, Wurzelresten und toten Gräsern und ist beige bis dunkelbraun gefärbt. Rasenfilz lässt sich mit einer Harke oder den Händen aus der Grasnarbe zupfen. Eine nur einen Zentimeter dicke Filzschicht stellt bereits eine starke Schwierigkeit für den Rasen dar.

Warum entsteht Rasenfilz?

Rasenfilz entsteht, wenn die Aktivität der Bodenorganismen nicht ausreicht, um abgestorbenes organisches Material wie Wurzel- und Halmreste sowie Rasenschnitt zu zersetzen. Normalerweise kümmern sich erst große Bodenbewohner wie Käfer, Springschwänze und ganz besonders Regenwürmer um diese Reste und ziehen sie unter Tage, wo sie von noch kleineren Bodenbewohnern zu Humus und Nährstoffen umgesetzt werden. Ist die Erde nicht ausreichend belebt, verbleibt das Material aber zwischen den Halmen. Es wird zu einer Barriere, sodass der Boden unter der Filzschicht nicht mehr ausreichend mit Luft und Wasser versorgt wird. Das hemmt das Bodenleben und das Graswachstum umso mehr. Hat sich einmal eine Schicht Rasenfilz gebildet, entsteht daher obenauf schnell noch mehr Filz und das Problem wird zunehmend größer. Durch die anhaltende Feuchtigkeit der Filzschicht siedeln sich leichter Moose im Rasen an und auch das Risiko für verschiedene Rasen-Pilzerkrankungen steigt. Das Ergebnis ist im schlimmsten Fall ein inaktiver Boden, ein gehemmtes Rasenwachstum oder das zunehmende Vermoosen und Kränkeln der Rasenfläche.

Rasenfilz entfernen und vermeiden

Rasen vertikutieren oder striegeln

Rasenfilz wird klassischerweise durch das Vertikutieren oder Striegeln entfernt. Dabei wird der Rasenfilz mechanisch aus der Grasnarbe entfernt. In akuten Fällen ist das zwar sinnvoll, eine dauerhafte Lösung ist es allerdings nicht.

Rasenfilz vorbeugen

In einem gesunden Rasen herrscht ein Gleichgewicht zwischen der Produktion und der Zersetzung von organischer Streu. Zur Vorbeugung von Rasenfilz muss also die biologische Aktivität im Boden verbessert werden. Folgende Maßnahmen sorgen für viele und vitale Bodenorganismen:

  • Da tonreiche und verdichtete Böden das Bodenleben besonders hemmen, sollten sie durch Lüften (Aerifizieren) und Sanden gelockert werden.
  • Rasenflächen auf tonreichen oder verdichteten Böden werden möglichst nicht gemulcht, sondern mit Korb gemäht.
  • Verzicht auf Pestizide, um die Fauna im und unter dem Rasen nicht zu schädigen.
  • Besonders nach dem Vertikutieren: Verwendung eines Bodenaktivators, um das Bodenleben gezielt zu unterstützen. Sehr gut geeignet ist der CUXIN DCM Bodenaktivator, der mit viel Phosphor die Regeneration der Rasenwurzeln fördert.
  • Regelmäßige organische Düngung – sie ernährt den Rasen und die Bodenorganismen gleichermaßen.
  • Spezialdünger mit aktiven Bakterienkulturen können das Vertikutieren vollständig überflüssig machen.

Dünger zur gezielten Vorbeugung von Rasenfilz wie CUXIN enthalten ein Bakterium (Bacillus amyloliquefaciens), welches nicht nur organisches Material in der Grasnarbe zersetzt. Überdies fördert es das Wurzelwachstum von Gräsern und schützt den Boden vor Krankheiten.

Spezialdünger für Korbmäher:
Rasenflächen, die mit Korb gemäht werden, sind mit dem CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger Plus optimal versorgt. Er bringt reichlich Stickstoff ein, was bei der Entsorgung des nährstoffreichen Rasenschnitts besonders wichtig ist. Die organisch-mineralische Formulierung mit einem Plus an Kalium, Magnesium und Eisen unterstützt einen grünen und gegen Trockenstress toleranten Rasen. Das enthaltene Bacillus amyloliquefaciens kräftigt die Wurzeln, da Phosphorverbindungen im Boden enzymatisch aufgespalten und damit Phosphate pflanzenverfügbar werden. Der CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger Plus wird im Frühjahr und Frühsommer verwendet.

Wichtig: Bringen Sie Spezialdünger gegen Rasenfilz mit lebenden Mikroorganismen erst aus, wenn die Bodentemperaturen über 10 °C liegen, da kältere Temperaturen dem Bakterium schaden.

Spezialdünger für Mulchmäher und Mähroboter:
Rasenflächen, die mit einem Mulchmäher oder Mähroboter gemäht werden, benötigen besondere Unterstützung, um die anfallenden Mengen an organischem Material zu bewältigen. Der CUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger berücksichtigt die Nährstoffrückführung über den Rasenschnitt, wodurch Stickstoff eingespart wird. Zusätzlich zu den aktiv den Filz zersetzenden Mikroorganismen enthält er den bewährten CUXIN DCM Grün-Kalk. Dieser sorgt für eine sanfte Erhöhung des Boden-pH-Wertes, was wiederum die Aktivität von bakteriellen Bodenbewohnern weiter fördert – für eine zuverlässige Zersetzung von Rasenschnitt, ehe es zur Bildung von Rasenfilz kommt.

Übrigens: Auch wenn der CUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger Kalk enthält, ersetzt er keine Kalkdüngung, gerade auf eher sauren Böden. Testen Sie regelmäßig, mindestens alle drei Jahre, ob eine Kalkung zum Erhalt der Gräser-Vitalität nötig ist. Hierfür können Sie zum Beispiel das CUXIN DCM Bodenanalyse Test-Set, das Ihnen ganz einfach zeigt, welche Menge Kalk Sie streuen sollten.

Häufig gestellte Fragen

Wenn Sie Rasenfilz haben, finden Sie ihn nahe am Boden am Wurzelhals der Gräser. Weil es sich um nur teilweise zersetzte Pflanzenreste handelt, sind Halme und Wurzeln noch gut zu erkennen. Die Farbe der Filzschicht ist beige bis braun und sie wird nach unten dunkler. Die Schicht kann mehrere Millimeter oder sogar über einen Zentimeter dick sein.

Rasenfilz entsteht, wenn die Leistungsfähigkeit des Bodenlebens nicht ausreicht, um die organische Streu in der Grasnarbe zu zersetzen. Diese Inaktivität der Erde tritt vor allem auf mineralisch gedüngten, aber auch besonders trockenen, sandigen oder verdichteten und schweren Böden auf. Werden Rasenflächen mit einem Mulchmäher oder Mähroboter gemäht, fällt besonders viel organisches Material an, was einen weniger vitalen Boden überfordern kann. Ist einmal Rasenfilz entstanden, behindert dieser das Bodenleben umso mehr, sodass die Filzschicht schnell wächst.

Tipp: Mulchmähen kann zwar die Entstehung von Rasenfilz fördern, andererseits spart es jedoch Dünger, da Nährstoffe recycelt werden. Außerdem wird durch den stetigen Eintrag von organischem Material Humus gebildet, wodurch der Boden fruchtbar bleibt.

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