So entsteht ein dichter und robuster Rasen

Grüner Teppich

Tipps für Gartenfreunde:

Lippische Wochenschau vom 27. Februar 2014:

Ein gepflegter, sattgrüner Rasen wie in einem englischen Park - davon träumen die meisten Gartenbesitzer. Die Realität sieht allerdings häufig anders aus:

Kahle Stellen, hartnäckiges Unkraut oder verfilzte Bereiche mit viel Moos beeinträchtigen das Bild. Mit regelmäßigem Rasenschneiden und Wässern allein wird man diese Probleme nicht beseitigen. Die Ursachen liegen oft tiefer - im wahrsten Sinn des Wortes. Denn nicht selten stellt eine mangelnde Bodenqualität den Grund für geplagte Rasenflächen dar. Mit einer Bodenanalyse kommen Hobbygärtner den Problemen auf die Spur. Wer weiß, welche Nährstoffe der Boden im eigenen Garten enthält, ob er womöglich zu "sauer" ist und was ihm fehlt, kann umso dosierter und genauer düngen.

Bodenprobe untersuchen

Grundsätzlich sollte der Boden möglichst locker sein und eine gleichmäßige Wasserführung ermöglichen. Neben dem Nährstoffgehalt ist insbesondere der pH-Wert wichtig. Der Säuregrad des Bodens ist für das Wachstum der Rasengräser von entscheidender Bedeutung. Ein zu saurer Boden-pH-Wert von unter 5,5 behindert das Bodenleben und damit die Aufnahme der Nährstoffe durch die Pflanzen. Eine individuelle Bodenanalyse gibt unkompliziert Aufschluss. Oft ist es möglich, Bodenproben im Fachhandel untersuchen zu lassen.

Viele Böden sind zu sauer

Je nach Bodenbeschaffenheit und der Grasart sollte der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,7 liegen. Typisch für heimische Regionen sind jedoch saure Böden mit einem Wert unterhalb dieser Grenze. Die Ursachen dafür sind vielschichtig: Auswaschung zählt ebenso dazu wie Wurzelaktivität, Mähreste und saurer Regen. Da Gräser bei einem sauren Bodenmilieu schlechter wachsen, wird in diesem Fall zumeist empfohlen, den Boden zu kalken - dies führt den pH-Wert zurück in einen neutralen Bereich.

Licht und Luft für sattes Grün

Weist die Analyse jedoch einen zu  hohen pH-Wert auf, ist eine andere Art der Bodenverbesserung mit einem leicht versauernden Dünger gefragt. In diesen Fällen, ebenso wie bei stark verdichteten Flächen oder zur Neuanlage eines Rasens, sind Mittel wie beispielsweise der "Bodenaktivator" eine gute Wahl. Unter anderem ist darin pflanzeneigener Phosphor enthalten, der die Wurzelbildung unterstützt. Das Resultat: Der Rasen kann eine kräftige Grasnarbe entwickeln und weist eine hohe Trittfestigkeit auf. Somit macht das satte Grün auch nach dem Kindergeburtstag oder nach heißen Tagen noch eine gute Figur. Wenn der Dünger passend gewählt wird, kann sich der Rasen also gut entwickeln. Ebenso wichtig dafür sind ein regelmäßiger, nicht zu kurzer Schnitt, ein häufiges Bewässern an trockenen Tagen sowie viel Luft und Licht.

Wenn Hausbesitzer verreisen, bleibt der Rasen oft für einige Wochen ohne Pflege. Schnell entwickelt sich ein starker Unkrautwuchs oder es entstehen ausgetrocknete Stellen. Grashalme, die während der Abwesenheit in die Höhe geschossen sind, sollte man nach der Rückkehr dennoch nicht radikal kürzen - das kann für noch mehr Unkraut oder Kahlstellen sorgen. Besser ist es, den Mäher auf die halbe Höhe der höchsten Gräserspitzen einzustellen. Danach im Abstand von vier bis sechs Tagen wiederholt leicht kürzen und bei Bedarf wässern.

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