Hilfe! Moos und Filz im Rasen

GartenFlora Mai 2013:

Schon ein spezieller Dünger hilft, meint Rasenexperte Dr. Frank Eulenstein. Wir baten ihn auf ein Gespräch

Auf dieses Problem trifft man überall: Ein Rasen ist stark vermoost.

Moos können Sie sehr gut und schnell mit Eisensulfat bekämpfen. In Verbindung mit Wasser entsteht Eisenoxid und schweflige Säure, die das Moos halb kurzer Zeit schwarz werden lässt. Vorsicht: Eisenoxid bedeutet in diesem Fall Rost. Daher sollten Sie bei der Anwendung an Terrassen und Plattenwegen aufpassen.

Und dann? Die Sporen der Moose fliegen doch weiter herum.

Langfristig lässt sich Moos nur bekämpfen, wenn sich die äußeren Bedingungen ändern. Moos wächst dort, wo Feuchtigkeit und Schatten vorhanden sind. Und der pH-Wert? Der betrifft zwar nicht das Wachstum des Mooses, aber das des Rasens. In einem zu sauren Milieu wächst der nicht. Eine Kalkung wirkt dem sauren Boden entgegen und lässt den Rasen wieder besser wachsen, der dann das Moos überdeckt. Das hilft aber nur für eine Saison.

Gibt es denn etwas, das langfristig wirkt?

Zum Beispiel so genannte Lignin-abbauende Bakterien. Das Moos wird nach kurzer Zeit hell und fällt dann in sich zusammen. Diese Bakterien wirken das ganze Jahr über auch gegen neu zuwachsendes Moos, und sie bauen sogar Rasenfilz ab. Solche Bakterien stecken beispielsweise im Mikro-Rasendünger von Cuxin.

Dann spare ich mir ja das Vertikutieren!

Ja, vielleicht. Aber Sie müssen Rasen nachsäen, um die entstandenen Lücken zu schließen.