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Hecken richtig pflegen – Pflanzung, Düngung, Schnitt

Hecken erfüllen eine Vielzahl von Zwecken. Neben der Abgrenzung von Grundstücken oder um vor neugierigen Blicken zu schützen, erfreuen sie sich auch aufgrund weiterer Gründe großer Beliebtheit. Für das Nisten von Vögeln, die Schaffung eines gesunden Mikroklimas und als Windfang sind Hecken von Bedeutung. Besonders beliebt sind dabei Eibe (Taxus), Lebensbuam (Thuja), Scheinzypresse (Chamaecaparis), Kirschlorbeer (Prunus), Buche (Fagus) und Hainbuche (Carpinus), die je nach Anspruch des Gartenbesitzers die richtige Lösung darstellen können. Der Buchsbaum (Buxus) bietet sich vor allem für kleinere Hecken an, verliert aber aufgrund des Buchsbaumzünslers und Triebsterbens an Bedeutung. Eine Alternative stellt der Ilex (Ilex crenata) dar, welcher dem Buchsbaum sehr ähnlich sieht. Für Gartendesigner wird der Buchsbaum aber weiterhin zu den interessantesten Heckenpflanzen gehören.

Die Vorteile einer Hecke

Hecken sind langlebig, ansehnlich und benötigen lediglich ein paar Pflegearbeiten im Jahr. Im Gegensatz zu Sichtschutzwänden verlieren sie mit der Zeit nicht an Qualität, sondern können durch die richtige Pflege und Formschnitte auch immer wieder anders in Szene gesetzt werden. Somit bieten sie nicht ständig die Aussicht auf die immer gleiche Wand. Auch gegenüber Mauern sind Hecken im Normalfall nicht nur preiswerter, sondern tragen auch zu einem frischeren Mikroklima bei, das im Sommer die Hitze abführt und im Winter vor kalten Winden schützt.

Welche Hecke für welchen Gartenbesitzer?

Wie bei jeder Anschaffung sollten ein paar grundlegende Fragen vorab geklärt werden, damit die Zufriedenheit am Anfang nicht in Unzufriedenheit bei der Pflege mündet. Die Beschaffenheit des Bodens sollte überprüft werden - ist er sandig und mager oder eher tonhaltig und schwer? Wie steht es um die Versorgung mit Humus? Ist die Gegend trocken oder nass und der Standort lichtdurchflutet oder schattig? Wie oft soll ein Schnitt durchgeführt werden und wie hoch darf die Pflegeintensität insgesamt sein? Darf die Hecke ein paar Jahre brauchen, um die gewünschte Höhe zu erreichen oder soll möglichst schnell ein blickdichtes Grün entstehen? Und vor allem, darf die Hecke ihre Blätter im Winter verlieren oder soll sie immergrün sein?

Eibe (Taxus)

Die Eibe oder auch Taxus genannt stellt nicht viele Ansprüche an den Boden und benötigt lediglich ausreichend Feuchtigkeit, toleriert verdichtete Böden jedoch nicht. Sowohl halbschattige als auch schattige Lagen stellen für sie gute Voraussetzungen dar und die Schnittverträglichkeit ist sehr hoch. An sehr sonnigen Standorten können Frostschäden auftreten. Für Hecken kann sie in der Höhe von 1 bis 4 Meter genutzt werden, benötigt aber mehr Zeit als andere Heckenpflanzen, um an Größe zuzulegen. Das bedeutet gleichzeitig eine leichtere Pflege, da sie nur einmal im Jahr geschnitten werden muss. Aufgepasst werden sollte bei der Eibe in Bezug auf Kinder, da alle Pflanzenteile giftig sind.

Lebensbaum (Thuja)

Der Lebensbaum, der auch Thuja genannt wird, ist als Hecke beliebt, da er recht preiswert ist und schnell wächst. Durch zwei Schnitte im Jahr lässt sich die Hecke gut in Form bringen und verzweigt sich so innerhalb weniger Jahre zu einem dichten Sichtschutz. Zudem zeichnet den Lebensbaum ein guter Schutz vor Wind und eine hohe Frosthärte aus. Pilzkrankheiten stellen ein Problem dar, wenn die Bodenbedingungen nicht stimmen. Ein durchlässiger und humoser Boden wird von der Thuja bevorzugt. Streusalzschäden können bei unbedachter Anwendung des Salzes im Winter auftreten. In der Sonne wächst die Hecke am besten, verträgt aber auch Halbschatten gut. Kräftige Rückschnitte sollten vermieden werden, da sich braune Stellen bilden können, die nicht wieder zuwachsen.

Scheinzypresse (Chamaecaparis)

Mit der Scheinzypresse (Chamaecaparis) kommt man dem Lebensbaum in den Bedürfnissen sehr nahe, muss aber eine höhere Frostempfindlichkeit und geringere Widerstandskraft gegen Wind in Kauf nehmen. Dafür ist die Pflege mit einem Schnitt im Jahr leichter und das feinere Grün wird von einigen Gartenbesitzern bevorzugt. Ein starker Rückschnitt wird ebenfalls schlecht vertragen. Aufgrund der Sortenvielfalt können die Pflegeanforderungen schwanken, gleichzeitig ist die Auswahl unterschiedlicher Wuchsformen und Farben entsprechend hoch.

Kirschlorbeer (Prunus)

In den letzten Jahren erfreut sich der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) immer größerer Beliebtheit, da er sehr tolerant gegenüber Trockenheit ist, sich im Wurzelbereich großer Bäume genauso wohlfühlt, wie in weniger bewurzelten Böden und sowohl in der Sonne als auch im Schatten gut wächst. Kalkhaltige, humose und lockere Böden stellen den bevorzugtesten Standort dar. Die länglich ovalen und leicht ledrigen Blätter erinnern an den Lorbeer, weshalb er sich besonders für ein mediterranes Flair eignet. Verwandt ist er allerdings mit Kirschen und Pflaumen. Als Heckenpflanzen sollten ausschließlich aufrecht wachsende Sorten gewählt werden, die einmal pro Jahr mit der Heckenschere gestutzt werden sollten. Durch die Reißwirkung elektrischer Heckenscheren können unschöne Beschädigungen der Blätter angerichtet werden, weshalb darauf beim Heckenschnitt verzichtet werden sollte. Aufgrund der Breite und des schnellen Wachstums werden Pflegefehler und Beschädigungen durch Sonnenbrand oder den falschen Heckenschnitt schnell durch neues Wachstum kaschiert. Der Kirschlorbeer eignet sich vor allem für niedrigere Hecken von etwa 2 Metern Höhe. Auch hier gilt: Sämtliche Pflanzenteile sind giftig.

Buche (Fagus)

Als schattenverträgliche Heckenpflanze eignet sich die Buche (Fagus). Dabei kann sie auf jede Höhe wachsen oder getrimmt werden und stellt wenig Ansprüche an den Schnitt. Dieser kann auch als starker Rückschnitt gestaltet werden und die Buche wird wieder austreiben, falls keine Krankheiten oder andere Schäden vorliegen. Sie können auch als relativ schmale Hecken blickdicht und hoch wachsen, was sie durch ihre Wuchsstärke sehr schnell bewerkstelligen. Dadurch erscheinen sie weniger massiv als andere Hecken und es geht weniger Platz im Garten verloren. Durch das lange verweilen der braun werdenden Blätter kann eine Buche auch im Winter noch einen passablen Sichtschutz gewährleisten. Das verbleibende Manko ist der im Vergleich zu anderen Hecken hohe Anspruch an den Boden. Dieser sollte nährstoffreich und nicht allzu trocken sein. Staunässe führt ebenfalls schnell zu Schäden, weshalb ein tiefgründiger, lockerer Boden optimal ist. Als rotblättrige Sorte können auch Blutbuchen gewählt werden. Der Schnitt erfolgt aufgrund der Wüchsigkeit mindestens zweimal im Jahr.

Hainbuche (Carpinus)

Entgegen der Vermutung ist die Hainbuche (Carpinus betulus) nicht mit ihrem Namensgeber verwandt, sondern gehört zu den Birken. Die schlagkräftigsten Argumente sind die hohe Widerstandskraft und Toleranz gegenüber vielen Beeinträchtigungen wie Staunässe, Trockenheit, Sonne und Schatten sowie dem Schnitt. Aufgrund der ebenfalls starken Wüchsigkeit sollte die auf bis zu 4 Meter Höhe als Hecke erziehbare Hainbuche ebenfalls mindestens zweimal im Jahr geschnitten werden. Das sich im Herbst gelb verfärbende Laub verbleibt für gewöhnlich bis zum Frühjahr an der Hecke, kann aber auch vorher abgeworfen werden, was zu lichten Hecken führt. Eine gewisse Anfälligkeit gegenüber Mehltau ist jedoch vorhanden.

Wann werden die Heckenpflanzen gepflanzt?

Wenn nicht anders empfohlen, sollten Heckenpflanzen im frühen Herbst oder bereits Ende August gepflanzt werden. Durch die hohen Bodentemperaturen und gute Feuchtigkeitsversorgung wird so das Einwurzeln begünstigt und die Hecken können bereits im Frühjahr mit einem kräftigen Wachstum starten. Gerade bei wurzelnackten Pflanzen ist die Pflanzung im Frühherbst zu bevorzugen, um mit den optimalen Bedingungen zu starten. Containerpflanzen können prinzipiell das ganze Jahr lang gepflanzt werden, wobei die Pflegeintensität zunimmt, je weniger die Jahreszeit passt. Der Winter sollte selbstredend gänzlich vermieden werden. Sollte eine Pflanzung im Herbst nicht möglich sein, so ist diese auf das Frühjahr zu verlegen.

Um das Anwurzeln zu garantieren, geben Sie in das Pflanzloch unseren DCM MYKO-AKTIV Dünger und Bodenverbesserer. Durch die enthaltenen Mykorrhiza-Stämme wird das Wurzelwerk besiedelt und hilft bei der Einwurzelung, der Nährstoff- sowie Wasserversorgung. Außerdem wird eine höhere Toleranz gegenüber abiotischen Stressfaktoren gefördert.

Wie wird die Hecke geschnitten?

Der richtige Schnitt ist, je nach Art der Hecke, ausschlaggebend für das Wachstum und Aussehen des Sichtschutzes. Oft ist ein einmaliges Schneiden ausreichend, es kann aber auch mehrmals nötig werden, wenn es sich um wüchsige Hecken handelt. Hintergrund des Schnitts ist neben der Formgebung das Anregen des Triebwachstums, das möglichst dicht und eng erfolgen soll. Verzweigungen werden durch das Schneiden angeregt und eine dichte, kräftige Hecke ist das Ergebnis.

Wie tief der Schnitt erfolgen sollte, kommt auf die Hecke selbst an. Bei der Thuja ist darauf zu achten, dass der Schnitt lediglich ins frische Grün gerät, da ansonsten ein bleibendes, braunes Loch entsteht. Für kleinere Hecken ist und bleibt die Heckenschere die beste Wahl, da sie sauber und genau eingesetzt werden kann und die geringste mechanische Beschädigung anrichtet. Für größere Hecken eignen sich Heckenscheren mit Akku oder Benzin. Wichtig ist bei jedem Schnitt die Schärfe der Geräte zu gewährleisten, da ansonsten unnötige Beschädigungen auftreten können und das Gesamtbild langfristig stören.

Für einen optimalen Lichteinfall ist es am besten, wenn sonnenliebende Hecken trapezförmig geschnitten werden. Das gewährleistet einen gleichmäßigen Lichteinfall. Bei schattenverträglichen Hecken kann darauf verzichtet werden und der rechteckige Schnitt problemlos angewandt werden.

Wann wird die Hecke geschnitten?

Bei Hecken, die nur einmal im Jahr geschnitten werden, ist der optimale Zeitpunkt der Juni. Doch besonders Buchen, Hainbuchen und Liguster treiben auch über den Sommer sehr stark aus, sodass auch Ende August bis Anfang September ein zweiter Schnitt nötig wird, um die Hecken in Form zu halten. Damit die Hecken möglichst wenig leiden, sollte der Schnitt nicht viel später als Anfang Herbst erfolgen. Sobald es feucht und kühl wird, sollten die Schnittstellen verheilt sein, um Pilzkrankheiten keine Eintrittspforte zu verschaffen. Zudem können die sich neu bildenden Triebe in dieser Zeit bereits kräftig genug werden, um den Winter problemlos zu überstehen. Zu beachten ist beim Schnitt im Sommer generell, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind. Am besten bieten sich die frühen Morgenstunden dafür an.

Der klassische zweite Schnitt findet im Februar statt und richtet sich in aller erster Linie nach dem Wuchs der Hecke. Schnell wachsende Hecken wie Hainbuche, Liguster oder Buchen erhalten zum Beginn der Wachstumsperiode einen pflegenden Schnitt. Wichtig ist es, einen frostfreien Tag zu wählen. Mit mindestens 5°C über Null geht man dabei auf Nummer sicher, keine Schäden an den Schnittstellen anzurichten.

Wichtig beim Sommerschnitt ist, den Vogelschutz zu beachten und die Hecken nicht abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen, denn das ist zwischen dem 01. März und dem 30. September verboten. Ein schonender Formschnitt oder Pflegeschnitt ist hingegen erlaubt. Achten Sie bitte dennoch darauf, dass derzeit keinerlei Vögel in den Hecken brüten oder nisten und falls doch, ist der Termin des Schnitts zu verschieben.

Hecken Schnitt

Wie werden Hecken gedüngt?

Je nach Nährstoffbedarf, Wuchshöhe und Alter ist eine angepasste Düngung wichtig. Das heißt, bei der Dosierung sollte darauf geachtet werden, keine zu hohen oder zu niedrigen Gaben auszubringen. Zudem können Hecken unterschiedlichste Pflanzenarten sein, die entsprechend auch unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Beim Pflanzen sollten der DCM MYKO-AKTIV und DCM MIX 5 in das Pflanzloch gegeben werden, um eine langfristige Nährstoffversorgung sicherzustellen, damit die Hecke gut anwurzelt und kräftig gedeiht. Die Grunddüngung sollte einige Zentimeter unter den Wurzeln eingemischt werden.

Die wichtigste Düngung für bestehende Hecken erfolgt im Frühjahr. Zum Austrieb wird vor allem Stickstoff benötigt, damit viel Blattgrün produziert werden kann und die Triebe gesund wachsen. Mit DCM MIX 5 werden alle wichtigen Nährstoffe gedüngt, die für die meisten Heckenpflanzen zu diesem Zeitpunkt nötig sind. Das enthaltene Magnesium sorgt für ein sattes Grün und beugt Mangelerscheinungen vor.

Für die Düngung im Sommer kann ebenfalls DCM MIX 5 gewählt werden, da insbesondere Koniferen mithilfe des Magnesiums ein sattes Grün beibehalten und auch im Winter ihre Farbe nicht verlieren. Für wuchsstarke Hecken und junge Pflanzen wird das Wachstum sichergestellt, da die Stickstoffkomponente das Wachstum langfristig auf hohem Niveau erhält. Zudem profitiert das Bodenleben von den organischen Anteilen im MINIGRAN® - das sorgt für einen artenreichen, gesunden und ausgeglichenen Boden der wichtig für das gesunde Wachstum der Hecken ist.

Im Herbst sollte die Zufuhr mit Stickstoff zurückgefahren werden, um kein Längenwachstum mehr zu fördern. Stattdessen sollte das Hauptaugenmerk auf den Osmoregulator Kalium gelegt werden. Er sorgt für eine höhere Frosttoleranz und senkt die Empfindlichkeit gegenüber den winterlichen Einflüssen. Durch Kalium wird vermehrt stützende Substanz in den Zellen gebildet und die Verholzung nimmt zu, was zu einer geringeren Anfälligkeit gegenüber Krankheiten führt. Mit DCM MIX 6 wird die Düngung im Herbst an die Witterung angepasst.

Hecken Düngung

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