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Thripse bekämpfen und loswerden: So klappt es

Wenn sich Schädlinge über die eigenen Lieblingspflanzen hermachen, ist das ärgerlich. Thripse können vor allem bei langen Trockenperioden beliebte Gemüsepflanzen wie Bohnen oder Paprika befallen. Auf Zimmerpflanzen und im geheizten Gewächshaus sind sie sogar ganzjährig anzutreffen. Hier erfahren Sie, woran Sie einen Thripsbefall erkennen und wie Sie die winzigen Insekten bekämpfen.

Thripse erkennen

Thripse, auch Fransenflügler oder Blasenfüße genannt, sind etwa 1 – 3 mm kleine Insekten und gehören zur Ordnung der Thysanoptera. Mit dem bloßen Auge sind Thripse gerade noch zu erkennen und mit Hilfe einer Lupe sicher identifizierbar. Adulte Tiere sind häufig dunkel gefärbt und besitzen ein ausgeprägtes Flügelpaar. Die Larven sind kleiner und heller als ausgewachsene Tiere und flügellos. Häufig leben Thripse versteckt in den Triebspitzen oder im Boden. Es gibt verschiedene Arten. Pflanzenschädigende Thripse ernähren sich von Pflanzensaft und stechen dafür mit ihren Mundwerkzeugen in die oberen Schichten der Blätter, das Parenchym. Räuberische Arten vertilgen beispielsweise andere Thrips-Arten. Der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) und der Zwiebelblasenfuß (Thrips tabaci) sind am häufigsten, beide befallen Gemüse- und Zierpflanzenkulturen.

Typische Symptome für einen Thripsbefall sind:

  • Kleine silbrig-glänzende Flecken auf den Blättern, Blüten und Früchten, entstanden durch das Eindringen von Luft in leer gesaugte Zellen
  • Verkrüppelungen an Triebspitzen, Blüten oder Früchten
  • Absterben von Sprossspitzen
  • Übertragung von Viren, beispielsweise des Tomatenbronzefleckenvirus (TSWV) und des Impatiensfleckenvirus (INSV) – beide Viren haben einen enorm großen Wirtspflanzenkreis und befallen insgesamt 350 Pflanzenarten aus über 50 Pflanzenfamilien

Tipp: Das Schadbild von Thripsen ähnelt ein wenig dem von Spinnmilben, denn auch diese hinterlassen etliche kleine, helle Flecken auf den Blättern. Spinnmilben sind allerdings rundlich, haben eine helle bis orange-rote Färbung und spinnen feine Netze über dem Laub von Zierpflanzen.
 

Ein Thrips-Weibchen kann – je nach Art – zwischen 20 und mehreren hundert Eiern im Leben legen, die sich nach etwa vier Wochen und ebenso vielen Larvenstadien zu adulten Thripsen entwickeln. Daher können sich Thripse sehr schnell ausbreiten, wenn sie zu spät erkannt werden.

Für die Früherkennung bei Kulturen wie Paprika, Gurken, Zwiebeln oder Geranien, die von Thripsen gefährdet sind, eignen sich Blautafeln wie die DCM Naturapy Thrips-Falle. Besonders an warmen, trockenen Orten wie in Wintergärten oder Gewächshäusern ist das Aufhängen von Blautafeln sinnvoll. Deren blaue Farbe lockt Thripse an, welche dann an der Klebetafel gefangen werden.

Übrigens: Bei trockenem, warmem Wetter vermehren sich Thripse sehr gut. Achten Sie deswegen insbesondere im Sommer während längerer Trockenperioden auf einen möglichen Thripsbefall. Auch im Winterquartier, Wintergarten und Gewächshaus können sich Thripse schnell vermehren.

Thripse erfolgreich bekämpfen

Schritt 1: Befall erkennen

Die Bekämpfung von Thripsen ist nicht leicht, da sich die kleinen Insekten häufig im Verborgenen aufhalten. Thripse verstecken sich in Triebspitzen und Blütenknospen und die Larven leben zum Teil im Boden. Ein gutes Monitoring mit Blautafeln ist der erste Schritt, um einen Thripsbefall frühzeitig zu erkennen. Bei einem Befall sollten die Bekämpfung und deren Erfolg laufend mit Blautafeln wie der CUXIN DCM Naturapy Thrips-Falle kontrolliert werden. Tauschen Sie dafür ein paar Tage nach den ersten Maßnahmen die Blautafel aus und kontrollieren Sie, wie sich die Thrips-Population entwickelt hat. Wenn weiterhin viele Thripse gefangen werden, sollte eine weitere Behandlung erfolgen.

Blautafeln richtig anwenden: Blautafeln wie die CUXIN DCM Naturapy Thrips-Falle sollten für die besten Ergebnisse oberhalb der gefährdeten Pflanzen aufgehängt werden. Wenn das nicht möglich ist, sollte die Blautafel in den Pflanzenbestand gehängt werden. Bei einem Thripsbefall werden nach wenigen Tagen adulte Thripse an der Tafel kleben. Bei einem nur kleinen Befall kann der Einsatz von Blautafeln die weitere Ausbreitung von Thripsen verhindern. Alle Tiere, die daran kleben bleiben, können zumindest keine weiteren Eier mehr ablegen. In den meisten Fällen dienen die Tafeln jedoch hauptsächlich dem Monitoring.

Schritt 2: Hausmittel gegen Thripse einsetzen

Wenn sich Thripse auf Topfpflanzen niedergelassen haben, sollten Sie diese so weit entfernt wie möglich von anderen anfälligen Pflanzen wie Zwiebelgewächsen, Buschbohnen, Gurken oder Paprika stellen. Als erste Maßnahme können Sie die befallenen Exemplare mit reichlich Wasser und wenig Druck abspritzen, um einige Thripse abzuwaschen. Auch das Abduschen oder sogar Tauchen hilft, wenn die betroffenen Pflanzen in die Duschkabine oder Wanne passen. Besonders in den filigranen Triebspitzen können sich die winzigen Insekten gut verstecken. Wiederholen Sie diesen Vorgang am besten täglich, da Thripse feuchtes Klima nicht besonders gut vertragen und dadurch regelmäßig abgespült werden.

Zusätzlich kann eine Seifenlauge aus 50 g Schmierseife pro einem Liter Wasser mit einer Sprühflasche auf die betroffenen Pflanzen gesprüht werden. Auch dieses Vorgehen sollte mehrmals wiederholt werden. Ebenfalls ein gutes Hausmittel ist die Herstellung einer Emulsion aus 70 % Wasser und 30 % Rapsöl, vermittelt durch einen Emulgator wie Lecithin oder einen Tropfen Spülmittel. Sowohl die Rapsöl-Emulsion als auch die Schmierseifen-Lauge wirken nur als Kontaktmittel, müssen also direkt auf die Thripse gelangen, um sie zu schädigen.

Schritt 3: Nützlinge verwenden

Der Einsatz von Nützlingen ist häufig die beste Methode, um Thripse dauerhaft zu bekämpfen. Als vielversprechende Gegenspieler haben sich Schlupfwespen (Thripobius semiluteus), Nematoden (Steinernema feltiae) oder Raubmilben (Amblyseius ssp.) bewährt. Bei einem besonders schweren Befall helfen oft nur Pflanzenschutzmittel, wobei natürliche Biozide wie Neem-Präparate den chemischen Insektiziden vorzuziehen sind.

Schritt 4: Nur als letzte Option Pflanzenschutzmittel gegen Thripse verwenden

Durch die kurze Entwicklungszeit von Thripsen ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nur als letzte Option zu empfehlen, da die Tiere durch den zügigen Generationswechsel schnell Resistenzen gegen viele der Mittel aufbauen. Im globalen Gartenbau bestehen bereits große Probleme mit Resistenzen, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erschweren – dort sind dann aber nicht einzelne Zimmerpflanzen, sondern ganze Ernten in Gefahr. Für den Privatgarten sind Pflanzenschutzmittel auf Basis von Pyrethrinen und Pyrethroiden (also künstlichen Pyrethrinen), Azadirachtin, Acetamiprid, Lambda-Cyhalothrin sowie Rapsöl zugelassen. Solche, die auf Pyrethrinen, Rapsöl und Azadirachtin basieren, sind als Bio-Insektizide zertifiziert, da sie etwas weniger schädlich für die Umwelt, insbesondere für Bienen und andere Nützlinge, sind.

Kann man Thripsen vorbeugen?

Die beste Methode, um einem Thripsbefall vorzubeugen, ist gewissenhaftes Monitoring. Mit blauen Klebefallen wie der DCM Naturapy Thrips-Falle können schon kleine Thrips-Populationen früh erkannt werden.
Neuerstandene Pflanzen sollten Sie immer auf Schädlinge kontrollieren und zunächst von anderen Gewächsen fernhalten, bis Sie sicher sind, dass keine ungewollten Nutznießer anwesend sind. In manchen Fällen können dadurch alle adulten Tiere abgefangen werden, bevor sie Eier legen können.
Besonders während längeren Trockenperioden, im Winter bei trockener Raumluft und an Risikoorten wie Wintergarten oder Gewächshaus, sollte ein besonderes Augenmerk auf einen möglichen Thripsbefall gelegt werden. Außerdem kann der Pflanzenbestand regelmäßig leicht abgespritzt werden, da Thripse feuchtes Klima nicht mögen. Zu häufiges Befeuchten kann aber einen Pilzbefall fördern und sollte deswegen nicht laufend als präventive Maßnahme durchgeführt werden.

Auch Ameisen können vor allem auf Balkon und Terrasse schnell lästig werden. Zum Glück gibt es Wege, Ameisen natürlich zu vertreiben.

Häufig gestellte Fragen

Vorbeugend für feuchteres Klima sorgen und intensives Monitoring mit Blautafeln wie der CUXIN DCM Naturapy Thrips-Falle betreiben. Betroffene Pflanzen, wenn möglich, isolieren. Pflanzen gut abduschen oder tauchen. Viele Hausmittel sind effektiv gegen Thripse einsetzbar. Einen guten Bekämpfungserfolg bieten Nützlinge. Bei starkem Befall helfen Pflanzenschutzmittel, diese sollten aber wegen der Gefahr der Resistenzbildung nur in letzter Konsequenz zum Einsatz kommen. Zur Überwachung der Bekämpfung werden weiterhin Blautafeln eingesetzt.

Thripse können durch gekaufte Pflanzen eingetragen werden. Adulte Tiere besitzen Flügel und können so von einem Gewächs zum nächsten fliegen. Wegen des geringen Gewichts der Insekten breiten sie sich durch den Wind über viele Kilometer hinweg aus.

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