Header image alt
Ratschlag

Dollar Spot im Rasen erkennen & bekämpfen – Ursachen, Bilder & Profi-Tipps

Die Dollar Spot-Krankheit (Sclerotinia homoeocarpa) zählt zu den bekanntesten Rasenkrankheiten im Sommer. Besonders auf Golfgrüns, Sportrasen und Zierrasenflächen tritt sie regelmäßig auf. Ihren Namen verdankt sie den münzgroßen, strohgelben Flecken, die anfangs harmlos wirken, sich jedoch schnell zu großflächigen Schäden ausweiten können. Für Greenkeeper und Profis ist die rechtzeitige Erkennung entscheidend, um die Vitalität, Bespielbarkeit und das Erscheinungsbild des Rasens zu sichern. Besonders Tiefschnittflächen wie Greens im Golfbereich sind sehr anfällig, weshalb er besonders dort eine gefürchtete Erkrankung darstellt.

Dollar Spot erkennen: typische Symptome

Die Krankheit zeigt sich zunächst durch runde, helle Flecken, die in etwa die Größe einer Ein-Euro-Münze haben. Im Verlauf wachsen diese zusammen und bilden größere, unregelmäßige Schadstellen. Charakteristisch sind zudem eingeschnürte, strohgelbe Blattflecken mit rotbraunen Rändern, die auf den einzelnen Halmen erkennbar sind.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist am frühen Morgen häufig ein feines, spinnwebartiges Pilzgeflecht (Myzel) sichtbar, das wie ein zarter Schleier auf den Gräsern liegt. Wird die Krankheit nicht gestoppt, verliert der Rasen seine Dichte und wirkt ungleichmäßig und ausgedünnt.

Oft wird Dollar Spot mit Rotspitzigkeit, Schneeschimmel und Anthracnose verwechselt, da alle Krankheiten ähnliche, fleckige Schadbilder zeigen. Der entscheidende Unterschied Zeigt sich in den Details bei genauer Betrachtung.

image

Ursachen und fördernde Bedingungen

Dollar Spot tritt vor allem in den warmen Monaten auf, wenn die Kombination aus Temperatur und Feuchtigkeit für den Pilz optimale Bedingungen bietet. Risikofaktoren sind:

  • Temperaturen zwischen 15 und 30 °C – vor allem starke Tag- und Nachtunterschiede -  in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit.

  • Längere Blattnässe durch Tau, Regen oder unsachgemäße Bewässerung.

  • Stickstoffmangel, der die Gräser schwächt und ihre Widerstandskraft reduziert.

  • Verdichtete Böden und Rasenfilz, die die Luftzirkulation behindern.

  • Stress durch Trockenheit, Hitze oder intensive Nutzung der Fläche.

Der Erreger im Überblick

Verursacht wird Dollar Spot durch den Pilz Sclerotinia homoeocarpa, der als Myzel im Rasenfilz überdauert. Befallen werden hauptsächlich die Halme, wodurch die Photosynthese eingeschränkt und die Pflanzen geschwächt werden. Die Ausbreitung erfolgt sowohl über Sporen als auch direkt durch das Myzel, sodass sich die Krankheit besonders bei feucht-warmer Witterung sehr schnell ausbreiten kann.

Vorbeugung und Pflege gegen Dollar Spot

Die wirksamste Strategie gegen Dollar Spot ist ein kräftiger, ausgewogen ernährter Rasen. Eine regelmäßige Düngung beugt Nährstoffmangel vor, während Pflegearbeiten wie Vertikutieren und Aerifizieren Rasenfilz abbauen und die Sauerstoffversorgung im Boden verbessern. Bewässerung sollte in den frühen Morgenstunden erfolgen, damit das Blattwerk schnell abtrocknet. Außerdem gilt: lieber seltener, aber dafür durchdringend wässern, um tiefes Wurzelwachstum zu fördern.

Auch die Schnitthöhe spielt eine wichtige Rolle. Zu tief gemähte Gräser sind stressanfälliger und bieten dem Pilz eine leichtere Angriffsfläche. Ein Schnitt auf etwa 4 bis 5 cm trägt dazu bei, die Vitalität zu erhalten.

Produktempfehlungen von DCM

Um die Widerstandskraft des Rasens gegen Dollar Spot zu stärken und befallene Flächen schneller zu regenerieren, eignen sich besonders folgende Produkte:

  • DCM VITAL-GREEN (14-4-8 + 3 MgO + Fe)
    Liefert Stickstoff und Kalium in ausgewogener Form. Ideal in der Wachstumsperiode, um Nährstoffmangel auszugleichen und die Belastbarkeit zu steigern.
    Anwendung: 25–40 g/m² in der aktiven Wachstumszeit, Golfgreens alle 6 Wochen 20–30 g/m².

  • DCM TURF-MIX (18-8 + 6 S + Fe)
    Mit extra langer Wirkungsdauer (120–150 Tage). Sichert eine gleichmäßige Nährstoffversorgung über die gesamte Saison und reduziert so das Risiko von Stress- und Mangelerscheinungen.
    Anwendung: 25–50 g/m² im Frühjahr oder Sommer, Fairways 30–50 g/m².

  • DCM START(18-3-3 + 2 MgO)
    Besonders geeignet nach Befall oder Nachsaat. Fördert eine schnelle Schließung von Kahlstellen und unterstützt die Regeneration.
    Anwendung: 20–30 g/m² nach der Nachsaat, 30–50 g/m² im Frühjahr.

Dollar Spot bekämpfen und Regeneration fördern

Im Profibereich können bei starkem Befall Fungizide eingesetzt werden, die jedoch nur nach exakter Diagnose und entsprechend den Zulassungen angewendet werden dürfen. In der Praxis lässt sich Dollar Spot jedoch häufig durch optimierte Düngung und Pflege kontrollieren.

Nach einem Befall ist es ratsam, den Rasen zu vertikutieren und nachzusäen, damit sich die Grasnarbe schnell schließt. Ergänzend sorgt eine Startdüngung mit DCM START oder eine Regenerationsgabe mit DCM VITAL-GREEN  für kräftiges Wachstum und eine schnelle Erholung.

Praxis-Tipps für Greenkeeper und Profis

  • Monitoring: Besonders in den Sommermonaten den Rasen regelmäßig auf kleine, helle Flecken kontrollieren.

  • Stickstoffversorgung: Mangel sofort durch passende Düngergaben ausgleichen.

  • Wetter beachten: Bei längerer Blattnässe steigt die Gefahr – daher Pflege- und Düngepläne anpassen.

  • Nachsaat: Kahlstellen nicht offenlassen, um Moos und Unkraut vorzubeugen.

Fazit

Dollar Spot ist eine typische Sommerkrankheit im Rasen, die vor allem durch Stickstoffmangel und feuchte Witterung begünstigt wird. Erkennbar ist sie an münzgroßen Flecken und spinnwebartigem Myzel. Mit der richtigen Pflege, einer gezielten Düngestrategie und den passenden DCM-Produkten wie VITAL-GREEN, TURF-MIX und START lässt sich das Risiko deutlich reduzieren und die Regeneration geschädigter Flächen beschleunigen.

Eine Übersicht über alle wichtigen Rasenkrankheiten finden Sie im großen Ratgeberartikel zu Rasenkrankheiten.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Gebietsleiter – er berät Sie gern.

Häufig gestellte Fragen zu Dollar Spot im Rasen

Dollar Spot zeigt sich durch münzgroße, strohgelbe Flecken im Rasen. Typisch sind außerdem eingeschnürte Blattflecken mit rotbraunen Rändern. Bei feuchter Witterung ist oft ein spinnwebartiges Pilzgeflecht sichtbar.

Die Krankheit tritt vor allem im Sommer bei Temperaturen zwischen 15 und 30 °C auf. Feuchtigkeit, Tau und Stickstoffmangel begünstigen das Auftreten genau wie starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht

Hauptursachen sind Stickstoffmangel, hohe Luftfeuchtigkeit und lange Blattnässe. Auch verdichtete Böden, Rasenfilz und Stress durch Hitze oder Trockenheit fördern die Krankheit.

Im Profibereich können Fungizide eingesetzt werden. Meist reicht jedoch eine gezielte Nährstoffversorgung mit Stickstoffdüngern (z. B. DCM VITAL-GREEN oder TURF-MIX) und eine angepasste Pflege aus, um Dollar Spot einzudämmen.

Ja, der Rasen erholt sich in der Regel gut. Wichtig sind Vertikutieren, Nachsaat und eine Startdüngung (z. B. mit DCM START), um die Grasnarbe schnell wieder zu schließen und die Fläche zu stabilisieren.

Ähnliche Produkte