Wie Duijvestijn Tomaten auf Entwicklungen reagiert
Die ersten Erfahrungen mit PMV-01 waren ein Lernprozess. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, spielen Faktoren wie Lichtverhältnisse, Sorte und Anbaustrategie eine wichtige Rolle.
„Es ist keine Standardlösung für alle Fälle“, sagt Enthoven. „Ob im Frühjahr viel oder wenig Licht vorhanden ist und welche Sorte angebaut wird, macht einen großen Unterschied. Gemeinsam mit DCM haben wir immer wieder geprüft, wie wir den Impfstoff optimal einsetzen können.“
In den Gewächshäusern von Duijvestijn werden in enger Zusammenarbeit mit Züchtern regelmäßig neue Sorten getestet. Dabei wird stets untersucht, wie die jeweiligen Tomatensorten auf PMV-01 reagieren.
Enthoven betont jedoch, dass solche Versuche nicht immer ein vollständiges Bild liefern:
„In einem Versuch sieht man erste Hinweise auf den Virusdruck und die Wirksamkeit des Impfstoffs. Erst wenn eine neue Sorte im regulären Anbau steht, kann man wirklich beurteilen, welche Auswirkungen sie auf Ertrag, Fruchtqualität und das Zusammenspiel mit dem Impfstoff hat – etwa unter bestimmten Lichtverhältnissen oder den speziellen Bedingungen einer Saison.“
Das erfordert eine flexible und lernorientierte Herangehensweise:
„Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darin, auf neue Entwicklungen und Bedingungen zu reagieren. Jede Kultur ist anders. Deshalb ist es wichtig, den Prozess gemeinsam mit DCM kontinuierlich zu begleiten und bei Bedarf anzupassen.“
Neue Herausforderungen durch ToBRFV-resistente Sorten
Eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre war der Druck durch das aggressive Tomato Brown Rugose Fruit Virus (ToBRFV), auch Jordan-Virus genannt, sowie die schnelle Einführung neuer resistenter Tomatensorten. „Anfangs gab es durchaus Unsicherheit: Wie würde sich PMV-01 in Kombination mit diesen neuen resistenten Sorten verhalten? Deshalb haben wir alles Schritt für Schritt getestet.“
Das Ergebnis war eindeutig: „Auch in den neuen ToBRFV-resistenten Sorten funktioniert PMV-01 hervorragend.“
Gerade weil einige Sorten lediglich eine intermediäre und damit keine vollständige ToBRFV-Resistenz besitzen, ist die Kontrolle von PepMV besonders wichtig. Wird die Pflanze durch PepMV geschwächt, kann ToBRFV leichter Fuß fassen und zusätzlichen Schaden verursachen.