Pflege

Orchideen pflegen, gießen und düngen

Orchideen gibt es in den verschiedensten Formen und Farben. Aufgrund ihrer besonderen Lebensweise ist es immer wieder aufs Neue eine Herausforderung, Orchideen richtig zu gießen, zu düngen, zu schneiden und umzutopfen. Nichtsdestotrotz sind Orchideen sehr beliebte Zimmerpflanzen und begeistern uns mit ihrer exotischen Blütenpracht. Wenn man die richtigen Pflegemaßnahmen kennt und beachtet, ist es garnicht so schwierig, seine Orchideen gesund zu erhalten und sich immer wieder an ihrer Blütenpracht zu erfreuen. In diesem Artikel gehen wir auf das Standard-Sortiment der pflegeleichteren Orchideen, darunter vor allem Phalaenopsis, Cambria und Beallara, ein und geben Ihnen Tipps zur richtigen Pflege.

 

Hinweise zur Orchideenpflege

Die Familie der Orchideen (Orchidaceae) bezeichnet die verschiedensten Gattungen und Arten, wobei wir uns in diesem Artikel auf die epiphytischen Arten spezialisieren. Epiphytische Orchideen – auch Aufsitzer genannt – wachsen an Standorten, die aufgrund der erschwerten Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit kaum von anderen Pflanzen besiedelt werden. Ursprünglich gedeihen diese Orchideen im Halbschatten auf großen, tropischen Bäumen – sie haben also keinen direkten Kontakt zum Boden. Diese Lebensweise wird durch ihre speziellen Wurzeln und einen geringen Wasserbedarf ermöglicht. Mit ihren Luftwurzeln können Orchideen Feuchtigkeit und alle notwendigen, im Wasser gelösten Nährstoffe aufnehmen.

Die exotischen Pflanzen sind sehr standorttreu, weshalb ihnen jede Veränderung zu schaffen macht. Das macht die Pflege der tropischen Gewächse nicht gerade einfacher. Der optimale Standort für Orchideen ist möglichst hell, aber nicht in der prallen Sonne. Je nach Gattung bevorzugen sie eine Temperatur von 16 bis 30 °C und eine Luftfeuchte von 60 bis 90 %. Haben Sie einen solchen Standort bei sich zu Hause in der Wohnung, sind prachtvoll blühende Orchideen beeindruckende Gestaltungselemente. Sie lassen sich auch wunderschön in einen Urban Jungle integrieren.

Übrigens: In altgriechischer Sprache bedeutet epi nichts als „über“ und phyton heißt „Pflanze“ oder „Gewächs“. Damit bezeichnet das Adjektiv epiphytisch, dass etwas auf anderen Pflanzen wächst.

Orchideen gießen

Orchideen brauchen keine Unmengen an Wasser, dafür muss es aber richtig dosiert sein. Das passende Gießen ist ein entscheidender Aspekt für die Pflanzengesundheit. Generell sollte lieber etwas zu wenig gegossen werden als zu viel. Deshalb ist es ausreichend, wenn Sie Ihre Orchideen maximal einmal pro Woche gießen. Zusätzlich sollten Sie die Pflanze und ihr Substrat etwas mit Wasser besprühen, denn aufgrund ihrer tropischen Herkunft bevorzugt sie eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Beim Gießen von Orchideen hat sich das Tauchverfahren bewährt. Verwenden Sie kalkarmes Wasser wie zum Beispiel Regenwasser und tauchen Sie die Wurzelballen der Orchideen ins Wasserbad. Hierzu nehmen Sie die Orchidee behutsam aus dem Übertopf heraus und tauchen sie mitsamt dem Pflanztopf ins Wasser. Nach 10 min nehmen Sie die Pflanzen aus dem Wasserbad und lassen den Wurzelballen gut abtropfen. Das Substrat kann nicht viel Wasser speichern. Überschüssiges Wasser, das sich im Übertopf sammelt, muss unbedingt abgegossen werden, denn Orchideen reagieren auf Staunässe sehr empfindlich mit Wurzelfäule. Das nächste Gießen ist erst notwendig, wenn das Substrat anfängt durchzutrocknen.

Die Luftwurzeln der Orchideen können auch als Feuchtigkeitsanzeiger genutzt werden. Sie sind mit einem sogenannten Velamen umgeben, einem schwammartigen Gewebe, das Wasser und Nährstoffe schnell aufnehmen kann. Ist das Velamen trocken und mit Luft gefüllt, schimmert es silbrig. Ist es wassergefüllt, sehen die Wurzeln grün aus. Werden die Luftwurzeln also silbern, kann bald wieder gegossen werden.

Tipp: Wurden Orchideen zu reichlich gegossen und faulen ihre Wurzeln, sind Trauermücken oft nicht weit. Wenn Sie einen Befall vermuten, dann wenden Sie die DCM Naturapy Gelb-Falle an, um Ihren Verdacht zu bestätigen. Diese Gelbtafeln ziehen fliegende Insekten an und fangen sie zum Monitoring ab – ganz gift- und pheromonfrei. Die im Ökolandbau zugelassenen Farbtafeln locken allein durch die gelbe Farbe und haben eine langanhaltende Klebekraft dank des witterungsbeständigen Leims.

Orchideen düngen

Durch ihren langsamen Stoffwechsel benötigen die Aufsitzerpflanzen eher wenige Nährstoffe. Deshalb ist bei der Düngung Fingerspitzengefühl gefragt, denn bei einer Überdüngung kommt es schnell zu „Verbrennungen“, also Salzschäden, an den empfindlichen Wurzeln. Eine richtige Düngung hingegen ist wichtig für ein starkes Wurzelwerk und für eine üppige Blüte.

Optimal ist die kontinuierliche Versorgung der Orchideen mit einer geringen Nährstoffkonzentration. Sie sollten Ihre Orchideen also alle 2 Wochen mit einem speziellen Orchideendünger versorgen. Legt Ihre Pflanze eine Winterpause ein, so wird während dieser Zeit nicht gedüngt. Die Schwachzehrer nehmen Nährstoffe mit den Luftwurzeln direkt über das Gießwasser auf, weshalb ein gut wasserlöslicher Dünger unumgänglich ist. Außerdem ist ein richtiges Orchideensubstrat sowieso kaum in der Lage, Wasser und Nährstoffe zu speichern – wie es auch am Naturstandort der Pflanzen der Fall ist.

Der CUXIN DCM Flüssigdünger Orchideen Bio ist für die Orchideendüngung bestens geeignet. Dieser im Ökolandbau zugelassene, organisch-mineralische Flüssigdünger enthält eine milde Formel mit Spurenelementen und wachstumsfördernden Mikroorganismen. So sorgt er für eine lang andauernde Blüte und intensive Farben. Am einfachsten führen Sie die Düngung gleichzeitig mit dem Gießen der Orchideen durch, indem Sie den Flüssigdünger ins Gießwasser geben.

Orchideen schneiden

Beim Schneiden von Orchideen ist durchaus Vorsicht geboten, denn die exotischen Pflanzen sind sehr empfindlich. Komplett vertrocknete Blütentriebe können abgeschnitten werden, das regt auch die Blütenneubildung an. Schneiden Sie niemals noch lebende, grüne Pflanzenteile ab, denn hier entsteht eine anfällige Eintrittsstelle für Krankheiten. Verwelkte Blätter sollten lieber nicht abtrennt werden, sie fallen in der Regel von selbst ab. Doch verkümmerte oder kranke Wurzeln sollten abgeschnitten werden, um die Verbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden. Den Wurzelschnitt führen Sie am besten beim Umtopfen der Orchidee durch.

Orchideen umtopfen

Auch Orchideen müssen regelmäßig umgetopft werden. Entweder der Topf wird zu klein und die Luftwurzeln wachsen bereits aus dem Gefäß heraus, das Substrat ist alt und zusammengesackt und bietet nicht mehr die nötige lockere Struktur oder Krankheits- und Schädlingsbefall machen es nötig. Die Luftwurzeln der Orchidee benötigen ein besonders strukturstabiles, lockeres und luftiges Substrat. Sobald es sichtlich an Strukturstabilität einbüßt, sollte es umgehend ausgetauscht werden. Orchideen sollten alle zwei Jahre im Frühjahr oder im Herbst, je nachdem, wann der spezifische Neuaustrieb im Gange ist, umgetopft werden.

Bereiten Sie die Orchideen gut auf das Umtopfen vor, indem Sie sie eine Woche vorher ausreichend gießen und düngen. Dies sollte nämlich direkt nach dem Umtopfen erst einmal unterlassen werden. Außerdem brechen feuchte Wurzeln nicht so schnell ab wie ausgetrocknete Wurzeln. Falls sie bereits durch den Pflanztopf gewachsen sind, sollte der Topf lieber aufgeschnitten werden, um zu verhindern, dass die Orchideenwurzeln beschädigt werden. Entfernen Sie das alte Substrat und nicht vital aussehende Wurzelteile aus dem Wurzelballen und desinfizieren Sie die Schnittstellen am besten mit Kohlepulver.

Verwenden Sie als Substrat eine spezielle Orchideenerde wie die DCM AKTIV-ERDE Orchideen. Diese Bio-Blumenerde ist speziell für das Einpflanzen und Umtopfen von epiphytischen Orchideen geeignet. Dafür enthält sie sorgfältig abgesiebte Pinien- und Kiefernrinde, wurzelaktivierende Mykorrhiza-Pilze und Sphagnum-Moos als natürlichen Wasserspeicher. Zudem enthält die torffreie Erde genug Dünger für circa 150 Tage. Nach dem Umtopfen sollten die Orchideen eine Woche lang nicht gegossen werden, da sonst durch beschädigte Wurzeln leicht Infektionen auftreten können.

Verwenden Sie am besten einen durchsichtigen Pflanztopf, so erkennen Sie leicht, wann es das nächste Mal Zeit zum Gießen oder Umtopfen ist. Zusätzlich können die Orchideenwurzeln in einem lichtdurchlässigen Topf auch Photosynthese betreiben. Eine Alternative zum Plastiktopf sind Orchideenkörbe. Hier gestaltet sich das Gießen allerdings komplizierter, denn es kann im Grunde nur gesprüht werden. Nähere Informationen zum Thema Pflanzen umtopfen erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Tipp: Das Umtopfen ist der richtige Zeitpunkt zum Teilen von Orchideen. Wenn die Pflanze beim Umtopfen Ableger oder viele Tochterbulben besitzt, können diese mit einem sauberen Messer abgeschnitten werden. Die Schnittstellen können Sie anschließend mit etwas Kohlepulver desinfizieren und die Pflanzenteile einzeln eintopfen.

Häufig gestellte Fragen

Epiphytische Orchideen sollten je nach Bedarf regelmäßig gegossen werden. Hierbei bietet sich das Tauchverfahren an: Stellen Sie die Wurzelballen der Orchideen für 10 min in ein Wasserbad und lassen Sie die Wurzeln anschließend gut abtropfen. Silbrige Wurzeln zeigen Ihnen an, dass die Wurzeln bereit sind, wieder befeuchtet zu werden.

Epiphytische Orchideen benötigen ein spezielles Substrat, das besonders locker und durchlässig ist. Die DCM AKTIV-ERDE Orchideen ist bestens für das Umtopfen Ihrer Orchideen geeignet. Sie enthält sorgfältig abgesiebte Pinien- und Kiefernrinde, wurzelaktivierende Mykorrhiza-Pilze und Sphagnum-Moos als natürlichen Wasserspeicher. Zudem verfügt die torffreie Erde über genug Dünger für circa 150 Tage.

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