Symptome der Rostkrankheiten
Rostbraune bis orangefarbene Pusteln auf den Blättern, die sich bei Berührung abwischen lassen
Gelbliche oder blassgrüne Verfärbungen des Rasens
Blätter wirken dünn, verlieren Stabilität und können absterben
Schwächung des Gesamtbestands, verminderte Regenerationsfähigkeit
Begünstigende Faktoren
Rostkrankheiten treten bevorzugt in den Übergangszeiten auf, also im Spätsommer / Herbst, wenn das Wachstum nachlässt. Aber auch im Frühjahr können sie erscheinen.
Wichtige Risikofaktoren sind:
Stickstoffmangel, der zu schwachem, dünnem Blattgewebe führt
Ungünstige Witterung: warme Tage, kühle Nächte, Tau oder längere Blattfeuchte
Zu dichte Bestände ohne ausreichende Luftzirkulation
Stress durch Trockenheit oder Pflegearbeiten
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die Pilze der Gattung Puccinia bilden spezielle Sporenlager (Uredien) auf der Blattoberfläche. Dort entstehen massenhaft rostbraune Sporen, die durch Wind oder mechanische Einwirkung verbreitet werden.
Die Infektion beginnt meist unscheinbar mit kleinen, gelblichen Flecken. Erst wenn die typischen Sporen sichtbar sind, wird der Befall eindeutig. Wichtig: Die Krankheit befällt in erster Linie die Blätter, nicht die Wurzeln oder die Krone. Das erklärt, warum Rost selten zu Totalausfällen führt, aber die Vitalität der Gräser spürbar schwächt.