1. Nachhaltiger Schutz: Primato und die Herausforderung
Primato ist ein Familienunternehmen mit jungem Unternehmergeist, das auf einer Gewächshausfläche von 12,5 Hektar verschiedenste Rispentomatensorten produziert. Das Unternehmen steht nach eigenen Angaben für Vielfalt, nachhaltigen Anbau und geschmackvolle Produkte.
Robin Hagers ist als Kulturverantwortlicher tätig und kennt den Betrieb sowie die tägliche Praxis bis ins Detail. Er beschreibt das Sortiment von Primato als breit und vielseitig:
„Wir bauen eigentlich das gesamte Spektrum an: Mini-San-Marzano-Tomaten, Cherrytomaten, große Rispentomaten und viele weitere Segmente dazwischen. Deshalb muss man während des Anbaus immer genau beobachten, was jede Sorte benötigt.“
Der Anbau einer so vielfältigen Sortenauswahl erfordert einen starken Basisschutz – insbesondere, wenn es um Viren wie PepMV geht. Robin hat die großen Ausbrüche des Pepino-Mosaikvirus in der Vergangenheit zwar nicht selbst erlebt, da er damals noch zu jung war, die Geschichten über die verheerenden Infektionen hat er jedoch gehört und in der Praxis selbst gesehen, was passiert, wenn etwas schiefgeht:
„Ich habe die großen Schwierigkeiten mit PepMV früher selbst nicht erlebt, denn als ich in die Branche eingestiegen bin, wurde bereits überall geimpft. Mein Vater betreibt jedoch ebenfalls einen Tomatenbetrieb, sodass ich schon früh damit in Berührung kam. In den vergangenen Jahren habe ich Kulturbereiche gesehen, die versehentlich nicht geimpft wurden. Dann sieht man sofort die Folgen: Die Pflanzen werden komplett schwarz und die Kultur ist verloren. Das zeigt, wie groß die Anfälligkeit auch heute noch ist.“
Gerade diese Anfälligkeit macht Vorbeugung für Primato so wichtig. PepMV ist kein Problem, das man erst bekämpfen möchte, wenn es sichtbar im Bestand auftritt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Schaden bereits entstanden. Deshalb setzt das Unternehmen auf einen dauerhaft integrierten Schutz in der Kulturführung.