Symptome
Mehlig-weißer, abwischbarer Belag auf Blättern und Halmen
Befall beginnt oft an älteren Blättern, kann sich aber rasch ausbreiten
Später vergilben die Blätter, sterben ab und der Rasen wirkt insgesamt geschwächt
In schweren Fällen deutliche optische Beeinträchtigung des Rasens
Begünstigende Faktoren
Echter Mehltau tritt besonders häufig unter folgenden Bedingungen auf:
Schattige Lagen mit wenig Luftbewegung
Hohe Luftfeuchtigkeit und kühle Temperaturen
Dichte, schlecht durchlüftete Bestände
Stickstoffüberversorgung, die weiches Gewebe fördert
Trockene Böden bei gleichzeitig hoher Luftfeuchte
Vorwiegend Poa im Bestand
Auf Golfgrüns oder repräsentativen Zierrasenflächen fällt die Krankheit besonders ins Auge, da der weiße Belag optisch störend ist.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Blumeria graminis ist ein obligater Parasit, das heißt, er kommt ausschließlich auf lebendem Pflanzengewebe vor. Der Pilz bildet ein oberflächliches Myzel auf den Blättern und entzieht den Zellen mit speziellen Saugorganen – sogenannten Haustorien - Nährstoffe.
Das weiße „Mehl“ besteht aus Sporen, die leicht vom Wind verbreitet werden. So kann sich die Krankheit rasch über eine Fläche ausbreiten. Während leichter Befall oft nur optisch stört, schwächt starker Befall die Gräser.