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Außergewöhnliche Kräuter – Pflege, Verwendung & Tipps für seltene Kräuterarten

Außergewöhnliche Kräuter bringen nicht nur Abwechslung in Ihren Garten oder auf die Fensterbank, sondern bereichern auch Ihre Küche und Ihr Wohlbefinden. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche besonderen Kräuterarten es gibt, wie Sie diese erfolgreich pflegen und verwenden. Dabei erhalten Sie praktische Tipps, wie Ihre Kräuter mit der richtigen Erde und Düngung gesund und aromatisch gedeihen.

Was sind außergewöhnliche Kräuter?

Außergewöhnliche Kräuter unterscheiden sich von den klassischen Sorten wie Petersilie oder Basilikum. Sie überraschen mit besonderen Düften, außergewöhnlichen Aromen oder speziellen Inhaltsstoffen. Manche stammen aus mediterranen Regionen, andere sind exotische Neuentdeckungen für Küche und Gesundheit.

Welche außergewöhnlichen Kräuter gibt es? – Beispiele & Pflege

Damit Ihre Kräuter ihre besonderen Aromen entwickeln können, ist die richtige Pflege entscheidend. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl außergewöhnlicher Kräuter – jeweils mit ihren Pflegeansprüchen.

  • Zitronenverbene (Aloysia citrodora): liebt sonnige, warme Standorte, braucht regelmäßig Wasser, aber keine Staunässe. Nicht winterhart – daher am besten im Kübel halten und frostfrei überwintern.

  • Ananassalbei (Salvia elegans): bevorzugt einen hellen Platz und lockere Erde. Gießen Sie regelmäßig, im Winter zurückschneiden und hell, aber kühler stellen. Er stammt aus Mittel- und Südamerika und verträgt nur Temperaturen bis etwa +5 °C. In unseren Breiten sollte er deshalb frostfrei überwintert werden – am besten hell und kühl (z. B. in einem unbeheizten Wintergarten oder am Kellerfenster). Vor dem Einräumen ins Winterquartier empfiehlt sich ein kräftiger Rückschnitt. Wenn Sie ihn im Garten ausgepflanzt haben, können Sie versuchen, ihn mit einer dicken Schicht Laub oder Vlies zu schützen – meist ist es aber sicherer, ihn im Topf frostfrei zu halten.

  • Schokominze (Mentha x piperita 'Chocolate'): wächst am besten im Halbschatten bei gleichmäßiger Feuchtigkeit. Da Minzen stark wuchern, empfiehlt sich die Kultur im Topf. Winterhart, kann in den Garten gepflanzt werden.

  • Olivenkraut (Santolina viridis): liebt Sonne und trockene Standorte. Es benötigt wenig Wasser und eignet sich daher hervorragend für Kräuterspiralen. Nur bedingt winterhart. Es verträgt leichte Fröste, sollte aber in sehr kalten Wintern mit Vlies oder Reisig geschützt werden. Im Topf ist Winterschutz besonders wichtig.

  • Ysop (Hyssopus officinalis): ist sehr robust, liebt kalkhaltige Böden und volle Sonne. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert neues Wachstum. Ysop ist in Mitteleuropa winterhart. Er verträgt Frost gut, braucht aber einen eher trockenen Standort im Winter – unbedingt Staunässe vermeiden.

  • Eberraute (Artemisia abrotanum): bevorzugt sonnige, trockene Standorte. Sie ist winterhart und lässt sich leicht durch Rückschnitt in Form halten.

  • Bärlauch-Schnittlauch (Allium tuberosum): wächst in Sonne bis Halbschatten. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, dann entwickelt er sein mild-knoblauchartiges Aroma besonders gut. Kann ausgepflanzt werden.

  • Colakraut (Artemisia abrotanum var. maritima): liebt sonnige, eher trockene Böden. Es ist winterhart und duftet intensiv nach Cola – besonders für Kinder spannend.

  • Szechuanpfeffer (Zanthoxylum simulans): wächst am besten an sonnigen, windgeschützten Standorten. Der Strauch ist winterhart, braucht aber humosen, lockeren Boden.

  • Bergtee (Sideritis scardica): fühlt sich an sonnigen, steinigen Plätzen wohl. Er ist trockenheitsverträglich, aber empfindlich gegenüber Staunässe. Teilweise winterhart. In geschützten, sonnigen Lagen mit gut durchlässigem Boden übersteht er milde Winter. Bei strengem Frost empfiehlt sich Abdeckung oder die Kultur im Topf, den Sie frostfrei überwintern können.

Für alle diese Kräuter gilt: Eine lockere, strukturstabile Erde ist die Basis. Besonders bei empfindlichen Sorten empfiehlt sich eine spezielle Kräutererde wie die DCM Aktiv-Erde Anzucht, Kräuter & Presstöpfe, die für eine optimale Luft- und Wasserführung sorgt. So können sich die Wurzeln gesund entwickeln. Ergänzend unterstützt ein schonender, organischer Flüssigdünger wie der CUXIN DCM Flüssigdünger Kräuter & Salat Bio Vegan das Wachstum. Er ist rein pflanzlich und fördert die Ausbildung intensiver Aromen – ein wichtiger Faktor gerade bei seltenen Kräutern mit besonderen Geschmacksnoten.

Winterhärte außergewöhnlicher Kräuter

Kraut

Winterhärte

Hinweis zur Überwinterung

Zitronenverbene

nicht winterhart

Im Topf frostfrei, hell und kühl überwintern

Ananassalbei

nicht winterhart

Frostfrei im Haus oder Wintergarten halten

Schokominze

winterhart

Im Beet problemlos, Topf vor Durchfrieren schützen

Olivenkraut

bedingt winterhart

Leichter Frost ok, Schutz mit Vlies oder Laub nötig

Ysop

winterhart

Verträgt Frost, Staunässe im Winter vermeiden

Eberraute

winterhart

Robust, Rückschnitt fördert kompakte Form

Bärlauch-Schnittlauch

winterhart

Übersteht Winter im Beet, treibt im Frühjahr neu aus

Colakraut

winterhart

Winterhart, benötigt sonnigen Standort

Szechuanpfeffer

winterhart

Strauch übersteht Frost, junge Pflanzen schützen

Bergtee (Sideritis)

bedingt winterhart

In milden Lagen im Beet, sonst im Topf frostfrei

Verwendung in Küche und Gesundheit

Viele außergewöhnliche Kräuter bringen Abwechslung auf den Teller: Zitronenverbene verfeinert Desserts und Tees, Ananassalbei passt hervorragend zu Obstsalaten, und Schokominze macht Schokoladendesserts noch aromatischer. Andere Kräuter wie Ysop oder Eberraute werden traditionell in der Naturheilkunde verwendet. Mit den richtigen Sorten eröffnen sich Ihnen ganz neue Möglichkeiten, gesunde Küche mit besonderen Geschmackserlebnissen zu verbinden.

Verwendung außergewöhnlicher Kräuter auf einen Blick

Kraut

Verwendung

Zitronenverbene

Aromatischer Tee, Desserts, Limonaden, Duftkraut

Ananassalbei

Blätter für Tee, Obstsalate, Süßspeisen, Cocktails

Schokominze

Süßspeisen, Schokoladendesserts, Tee, Cocktails

Olivenkraut

Mediterrane Gerichte, als Oliven-Ersatz im Geschmack

Ysop

Würzkraut für Fleisch- und Eintopfgerichte, Tee

Eberraute

Kräuterlikör, Tee, traditionelle Heilpflanze

Bärlauch-Schnittlauch

Küche als Schnittlauch-Knoblauch-Kombination, Würzkraut

Colakraut

Blätter mit Cola-Geschmack, Tee, spannende Zutat für Süßspeisen

Szechuanpfeffer

Würze in asiatischen Gerichten, prickelnd-scharfes Aroma

Bergtee (Sideritis)

Traditioneller Tee mit gesundheitsfördernder Wirkung

Fazit

Außergewöhnliche Kräuter sind eine Bereicherung für jeden Garten und jede Küche. Sie überraschen mit ungewöhnlichen Aromen, optischer Vielfalt und spannenden Einsatzmöglichkeiten. Mit einer lockeren Spezialerde, regelmäßiger, schonender Düngung und den richtigen Pflegetipps gelingt es Ihnen, selbst seltene Sorten erfolgreich zu kultivieren. So genießen Sie nicht nur den Anblick, sondern auch das volle Aroma Ihrer außergewöhnlichen Kräuter.

Lust auf mehr Kräuterwissen? Stöbern Sie doch auch in unseren anderen Artikeln zu Kräutern.

Kurz zusammengefasst

Robuste Arten wie Ysop, Olivenkraut oder Eberraute sind ideal für Einsteiger, da sie wenig Ansprüche an Standort und Pflege stellen.

Ja, da viele empfindlicher reagieren als klassische Sorten. Eine lockere, strukturstabile Erde wie die DCM Aktiv-Erde Anzucht, Kräuter & Presstöpfe sorgt für gesundes Wurzelwachstum.

In der Wachstumsphase etwa alle 2–4 Wochen mit einem organischen Flüssigdünger wie dem DCM Bio-Vegan-Dünger. In der Ruhezeit reduzieren.

Ja, die meisten Arten wachsen im Topf sehr gut. Wichtig ist dabei eine hochwertige Erde und regelmäßige Nährstoffversorgung.

Nein. Manche seltenen Arten dienen nur als Zierpflanzen und können sogar giftig sein. Informieren Sie sich deshalb vor dem Verzehr genau über die jeweilige Sorte.

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