Grundwissen zum Kräuterschneiden
Kräuter unterscheiden sich in ihrer Lebensdauer – egal, ob sie im Garten angebaut oder im Topf gezogen werden:
Einjährige Kräuter wie Basilikum oder Dill wachsen nur eine Saison. Sie profitieren von einem regelmäßigen Schnitt, damit sie buschiger werden.
Zweijährige Kräuter wie Petersilie entwickeln im ersten Jahr viele Blätter, im zweiten Jahr blühen sie und bilden Samen. Schneiden Sie regelmäßig, um die Blüte hinauszuzögern.
Mehrjährige Kräuter wie Oregano, Rosmarin oder Salbei können Sie Jahr für Jahr ernten. Ein gezielter Schnitt hält sie jung und verhindert, dass sie verholzen.
Ein scharfes Messer oder eine saubere Schere ist Pflicht – so verletzen Sie die Pflanze nicht und vermeiden Krankheiten.
Der richtige Zeitpunkt
Schneiden Sie Kräuter am besten vormittags, wenn der Tau abgetrocknet ist. Dann sind die ätherischen Öle am konzentriertesten, und die Pflanzen können sich im Laufe des Tages wieder erholen.
Schnitttechniken für beliebte Kräuter
Basilikum: Schneiden Sie oberhalb einer Blattachsel. So treibt die Pflanze neu aus und wächst buschig.
Petersilie & Schnittlauch: Schneiden Sie Petersilie und Schnittlauch bodennah. Das regt kontinuierliches Nachwachsen an.
Thymian, Rosmarin & Oregano: Kürzen Sie nur junge Triebe ein. Verholzte Teile sollten Sie nicht stark zurückschneiden.
Minze & Melisse: Schneiden Sie regelmäßig, damit die Pflanzen nicht wuchern und stets frisch austreiben.
Saisonale Besonderheiten
Welche Kräuter muss man im Herbst zurückschneiden?
Viele mehrjährige Kräuter freuen sich im Herbst über einen leichten Rückschnitt. Kürzen Sie Lavendel, Salbei, Thymian und Rosmarin vorsichtig ein. Entfernen Sie dabei verblühte oder vertrocknete Triebe, aber schneiden Sie nicht zu tief ins Holz – das schwächt die Pflanze im Winter.
Welche Kräuter müssen Ende Juli zurückgeschnitten werden?
Ende Juli ist ein guter Zeitpunkt für einen zweiten Schnitt:
Basilikum: Schneiden Sie kräftig zurück, um frische Triebe für Spätsommer und Herbst zu erhalten.
Schnittlauch: Ein Rückschnitt regt neues, zartes Grün an.
Oregano: Direkt nach der Blüte schneiden – das fördert die zweite Ernte.
Nach dem Rückschnitt geben Sie den Kräutern gerne einen Schluck Dünger, damit sie Kraft für das neue Wachstum haben, zum Beispiel den DCM Spezialdünger für Hochbeete & Kräuter für Kräuter im Garten oder Hochbeet. Wenn sie Ihre Kräuter im Topfhalten, dann lässt sich der CUXIN DCM Flüssigdünger Kräuter & Salat Bio Vegan besser dosieren.
Lesen Sie hier, wie Sie Kräuter im Winter auf der Fensterbank erfolgreich ziehen und pflegen.
Wann Kräuter zum Trocknen schneiden?
Möchten Sie Kräuter trocknen, ist der beste Zeitpunkt kurz vor der Blüte. Dann enthalten die Blätter die meisten ätherischen Öle. Wählen Sie einen trockenen Morgen, nachdem der Tau verdunstet ist. So bleiben Aroma und Farbe besonders gut erhalten.
Häufige Fehler vermeiden
Falscher Zeitpunkt: Vermeiden Sie Schnitte bei Regen oder starker Mittagshitze.
Zu radikal: Junge Pflanzen dürfen Sie nicht zu stark einkürzen.
Verholzte Kräuter falsch schneiden: Alte, holzige Triebe sollten Sie stehen lassen, da sie schlecht wieder austreiben.
Tipps für längere Haltbarkeit
Frisch geschnittene Kräuter schmecken am besten sofort. Wenn Sie Vorrat anlegen möchten:
Stellen Sie Kräuterstiele ins Wasser wie Blumen.
Wickeln sie die frischen Kräuter in ein feuchtes Tuch und legen sie es in den Kühlschrank
Frieren Sie sie portionsweise ein – so bleibt das Aroma erhalten.
Zum Trocknen bündeln und kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen.
Die Welt der Kräuter ist vielfältig – lesen Sie weiter in unserem Artikel zu außergewöhnlichen Kräutern und lassen Sie sich inspirieren.