Monstera im Zimmer pflegen: die wichtigsten Grundlagen
Die Monstera deliciosa stammt ursprünglich aus tropischen Regionen, wo sie als Kletterpflanze an Bäumen emporwächst. Im Zimmer bedeutet das: Sie mag es hell, warm und gleichmäßig feucht, verträgt aber weder Staunässe noch dauerhaft trockenes Substrat. Auch ein stabiler Halt ist wichtig, denn ältere Pflanzen entwickeln lange Triebe, zahlreiche Luftwurzeln und große Blätter.
Für eine gesunde Monstera-Pflege sollten Sie auf fünf Dinge achten: einen hellen Platz ohne pralle Mittagssonne, ein lockeres Substrat, maßvolles Wässern, regelmäßiges Düngen in der Wachstumsphase und ausreichend Platz für ihre natürliche Wuchsform.
Wo steht die Monstera am besten?
Die Monstera steht am besten an einem hellen bis halbschattigen Platz. Ideal ist eine Stelle mit viel indirektem Licht, zum Beispiel in der Nähe eines Ost- oder Westfensters. Auch ein heller Platz mit etwas Abstand zum Südfenster ist geeignet, wenn die Pflanze nicht dauerhaft in der direkten Mittagssonne steht. Wenn Sie keinen Standort mit genügend Licht haben, finden Sie in folgendem Beitrag bestimmt eine passende Zimmerpflanze: „Die zehn beliebtesten Zimmerpflanzen für wenig Licht.“
Zu viel direkte Sonne kann die großen Blätter schädigen. Besonders im Sommer entstehen schnell braune, trockene Flecken an den sonst recht robusten Zimmerpflanzen. Zu wenig Licht ist jedoch ebenfalls ungünstig: Dann wächst die Monstera langsamer, bildet kleinere Blätter und entwickelt oft weniger von den typischen Schlitzen.
Monstera im Schlafzimmer: Geht das?
Eine Monstera kann auch im Schlafzimmer stehen, wenn der Raum hell genug ist und die Temperaturen – besonders im Winter - nicht zu niedrig sind. Ein dauerhaft dunkles Schlafzimmer ist für diese Zimmerpflanzen weniger geeignet. Achten Sie außerdem darauf, dass die Pflanze nicht direkt an einer Heizung oder in kalter Zugluft steht.
Soll man die Monstera drehen?
Ja, Sie können Ihre Monstera gelegentlich drehen. Da sich die Pflanze zum Licht ausrichtet, wächst sie sonst oft einseitig. Drehen Sie den Topf aber nicht ständig, sondern lieber in größeren Abständen ein kleines Stück.
Monstera gießen: Wie oft braucht das Fensterblatt Wasser?
Beim Wässern gilt: lieber nach Bedarf als nach einem starren Wochenplan. Wie oft Sie Ihre Monstera gießen müssen, hängt von Standort, Jahreszeit, Topfgröße, Erde und Raumtemperatur ab. In der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer braucht die Pflanze meist mehr Wasser als im Winter.
Prüfen Sie vor der Wassergabe die obere Erdschicht mit dem Finger. Ist sie leicht angetrocknet, kann gegossen werden. Ist das Substrat noch deutlich feucht, warten Sie besser noch etwas. Die Monstera mag eine gleichmäßige, leichte Feuchtigkeit, verträgt aber keine nassen Wurzeln.
Staunässe gehört zu den häufigsten Pflegefehlern. Wenn Wasser dauerhaft im Übertopf oder Untersetzer stehen bleibt, können die Wurzeln dieser Pflanzen geschädigt werden. Die Pflanzen quittieren diesen Pflegefehler mit gelben, schlaffen Blättern, obwohl scheinbar genug gegossen wurde. Verwenden Sie deshalb einen Topf mit Abflussloch und entfernen Sie überschüssiges Wasser nach dem Gießen.
Auch die Blattpflege gehört zur Monstera-Pflege: Wischen Sie die großen Blätter regelmäßig mit einem weichen, feuchten Tuch ab. So sieht die Pflanze gepflegt aus und kann besser Licht aufnehmen.
Monstera Erde: Welches Substrat ist geeignet?
Die richtige Erde für Monstera deliciosa sollte locker, strukturstabil und gut durchlüftet sein. Das Fensterblatt bildet kräftige Wurzeln und braucht ein Substrat, das Feuchtigkeit speichern kann, ohne zu verdichten. Ein zu schweres Substrat bleibt oft zu lange nass und kann Staunässe begünstigen.
Sehr gut geeignet ist ein hochwertiger Pflanzstoff wie die DCM AKTIV-ERDE Grünpflanzen & Palmen: Sie ist für Grünpflanzen, blühende Zimmerpflanzen und Palmen geeignet und enthält wurzelaktivierende Mykorrhiza-Pilze, Lavagranulat für eine lockere, luftige Struktur sowie einen organischen Dünger für 150 Tage. Außerdem ist sie torfreduziert und ganzjährig einsetzbar.
Gerade bei einer Monstera ist die lockere Struktur wichtig. Die Wurzeln benötigen Sauerstoff, damit sie Wasser und Nährstoffe gut aufnehmen können. Die enthaltenen Mykorrhiza-Pilze unterstützen zusätzlich die Wurzelaktivität – eine gute Grundlage für kräftiges Wachstum.
Monstera umtopfen: Wann ist ein größerer Topf nötig?
Eine Monstera sollte umgetopft werden, wenn der Topf vollständig durchwurzelt ist, Wurzeln unten aus dem Topf wachsen oder die Erde sehr schnell austrocknet. Auch wenn die Pflanze instabil wird oder kaum noch wächst, kann ein größerer Topf sinnvoll sein.
Der beste Zeitpunkt
Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr. Dann beginnt die Pflanze wieder stärker zu wachsen und kann den frischen Pflanzstoff gut durchwurzeln. Wählen Sie ein Gefäß, das etwa ein bis zwei Topfgrößen größer ist als das bisherige. Wichtig ist ein Wasserabzug, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann.
So gehen Sie beim Umtopfen vor
Lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig, entfernen Sie altes, stark verdichtetes Substrat und schneiden Sie vertrocknete oder faulige Wurzeln zurück. Anschließend setzen Sie die Monstera in frische Erde, drücken diese leicht an und gießen gründlich an. Mit diesen Tipps gelingt das Umtopfen garantiert.
Monstera düngen: Welche Nährstoffe braucht das Fensterblatt?
Die Monstera bildet große Blätter und wächst bei guten Bedingungen kräftig. Dafür braucht sie während der Wachstumsphase regelmäßig Nährstoffe. Besonders von Frühjahr bis Spätsommer ist eine kontinuierliche Düngung sinnvoll. Im Winter wächst die Pflanze meist langsamer, deshalb wird dann deutlich weniger oder je nach Standort gar nicht gedüngt.
Für die Nährstoffversorgung eignet sich ein Flüssigdünger für Zimmerpflanzen besonders gut, weil er einfach mit dem Gießwasser ausgebracht wird. Der CUXIN DCM Flüssigdünger Zimmerpflanzen Bio ist ein 100 % organischer Dünger mit ausgewogener Nährstoffformel und wachstumsfördernden Mikroorganismen. Er unterstützt gesunde Pflanzen und kräftige, sattgrüne Blätter.
Bei der Anwendung wird der Flüssigdünger dem Gießwasser zugegeben. Die Dosierung liegt bei 3–5 ml pro 1 Liter Gießwasser. Eine frisch umgetopfte Monstera in vorgedüngter Erde benötigt zunächst weniger zusätzliche Nährstoffe. Wer müde Pflanzen schnell wiederbeleben oder seinen Pflanzen einen sofortigen Wachstums-Kick schenken möchte, der nutzt unser veganes und für den biologischen Landbau geeignetes Dünger-Gel DCM SuperFood für Pflanzen.
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Monstera schneiden und stützen
Mit der Zeit kann eine Monstera sehr groß werden. Damit sie stabil wächst, ist eine Rankhilfe empfehlenswert. Ein Moosstab, Kokosstab oder eine andere stabile Stütze hilft der Pflanze, sich aufzurichten. Besonders ältere Exemplare wirken dadurch harmonischer und kippen weniger leicht zur Seite.
Zu lange Triebe können Sie bei Bedarf zurückschneiden. Schneiden Sie am besten knapp oberhalb eines Blattknotens. Luftwurzeln sollten Sie nicht grundsätzlich entfernen, denn sie gehören zur natürlichen Wuchsform der Monstera. Wenn sie optisch stören, leiten Sie die Luftwurzeln vorsichtig in Richtung Erde oder Rankhilfe.
Monsteraarten und Blüte: Wissenswertes in Kürze
Wenn von Monstera gesprochen wird, ist meistens die Monstera deliciosa gemeint. Sie ist der bekannte Klassiker mit großen, später stark geschlitzten Blättern. Ebenfalls beliebt ist die Monstera adansonii, die meist kleiner bleibt und viele dekorative Löcher in den Blättern bildet. Besonders auffällig ist die Monstera variegata mit weiß-grüner Panaschierung.
In ihrer natürlichen Umgebung kann die Monstera blühen und Früchte bilden. Als Zimmerpflanze blüht sie jedoch nur selten. Wenn Ihre Monstera nicht blüht, ist das also kein Pflegefehler. Im Zimmer steht meist der dekorative Blattschmuck im Mittelpunkt.
Monstera draußen: Darf das Fensterblatt im Sommer ins Freie?
Eine Monstera kann im Sommer zeitweise draußen stehen, wenn die Temperaturen mild sind. Wählen Sie einen geschützten, halbschattigen Platz ohne direkte Mittagssonne. Wind, starke Temperaturschwankungen und kühle Nächte sollten vermieden werden.
Gewöhnen Sie die Pflanze langsam an den Standort im Freien. Sobald die Nächte wieder kühler werden, sollte die Monstera rechtzeitig zurück ins Haus.
Häufige Pflegefehler bei der Monstera
Gelbe Blätter entstehen häufig durch zu viel Wasser, Staunässe oder geschädigte Wurzeln. Prüfen Sie in diesem Fall zuerst die Feuchtigkeit der Erde und den Wasserabzug des Topfes.
Braune Blattspitzen können auf trockene Raumluft, unregelmäßiges Gießen oder Wurzelprobleme hinweisen. Kleine Blätter ohne Schlitze sind oft ein Zeichen für zu wenig Licht oder eine noch sehr junge Pflanze.
Schlaffe Blätter können sowohl durch Wassermangel als auch durch zu viel Wasser entstehen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf die Blätter zu schauen, sondern immer auch Erde und Wurzelbereich zu kontrollieren.