Gartentipps Pflege

Rasenpflege im Winter

Weist das Thermometer im Herbst auf sinkende Temperaturen hin, dann werden allmählich die Werkzeuge eingemottet und wir stellen uns auf den Winterschlaf des Gartens ein. Manch ein passionierter Rasenfreund kann seine Gräser aber auch im Winter nicht vergessen. Es stellt sich also die Frage: Gibt es auch in der kalten Jahreszeit noch Rasenpflege zu erledigen? Sollte man beispielsweise den Rasen im Winter mähen?

Ihr Rasen ist Ihnen wichtig? Wir empfehlen den Übersichtsartikel zur Pflege des Rasens, der Sie bestens über die Rasenpflege im Jahresverlauf informiert.

Übrigens: Die Rasen- und Rollrasenpflege im Winter unterscheiden sich nicht grundsätzlich voneinander. Lediglich frisch verlegter Fertigrasen sollte noch etwas dringender mit einem kaliumbetonten Herbstrasendünger versorgt werden, damit die frostigen Temperaturen nicht zu Schäden führen.

Rasenpflege im Winter: Das letzte und erste Mähen

Eine einfache Regel für die Mahd lautet: Es wird nur gemäht, wenn der Rasen wächst. Das tut er, solange die Temperaturen über 10 °C liegen – allerdings deutlich langsamer als bei warmen Temperaturen.
Je nach herbstlichem Temperaturverlauf vor Ort fällt der letzte Schnitt in der Regel in den November. Den Rasen im Winter zu mähen ergibt fast nie Sinn, da er nicht wächst. Beobachten Sie aber starkes Wachstum. Wenn das Wetter warm und feucht ist, profitieren die Untergräser durchaus auch von einer Mahd im Winter.
Im Frühjahr erfolgt das erste Rasenmähen nach dem Winter, sobald das Gras wieder wächst. Je nachdem, wie sich Boden- und Lufttemperatur bei Ihnen verhalten, kann das bereits Ende Februar oder auch erst Ende März der Fall sein.

Experten-Tipp

Der letzte Schnitt vor dem Winter sollte eher kurz sein. Der Grund dafür liegt darin, dass auch die kürzeren Untergräser belichtet werden müssen. Ginge der Rasen zu hoch in den Winter, würden die Untergräser viele Monate von den größeren Obergräsern beschattet werden und über den Winter aufgrund von Lichtmangel eingehen.

Vertikutieren im Winter

Das Vertikutieren gehört nicht zur Rasenpflege im Winter. Beim Vertikutieren werden die flachen Wurzeln der Gräser leicht verletzt, was sie zur Verzweigung anregt und damit eine dichtere Bestockung bewirkt. Allerdings ist es dazu nötig, dass die Gräser sich im Wachstum befinden. Da dies im Winter nicht der Fall ist, würde das Vertikutieren im Winter der Rasenfläche also mehr schaden als nützen. Selbstverständlich ist auch das Entfernen von Rasenfilz und Moos ein Ziel beim Vertikutieren. Doch auch dabei werden die Gräser beschädigt, weshalb das Rasen-Vertikutieren im Winter keinesfalls zu empfehlen ist.

Das Vertikutieren gehört zur Rasenpflege im Frühjahr, denn dann sind die Gräser am regenerativsten – im weiterführenden Artikel finden Sie alles, was Sie über das Vertikutieren des Rasens wissen müssen.

Rasen düngen im Winter

Auch die Düngung wird im Winter ausgesetzt. Mineralische Dünger können im Winter tatsächlich Schaden anrichten, da ihre Freisetzung in der Regel nur von der Bodenfeuchte abhängt. Da Pflanzen aber in der kalten Jahreszeit kaum Nährstoffe aufnehmen können und müssen, werden diese Nährstoffe entweder einfach ausgewaschen oder aber sie haben einen nachteiligen Effekt auf die Gräser: Eine hohe Stickstoffgabe beispielsweise kann in einem etwas milderen Winter durchaus das Wachstum ankurbeln. Dies ist allerdings kein Grund zur Freude, denn die entstehenden Halme sind höchst anfällig gegenüber Kälte und würden vom nächsten Frost dahingerafft. Zurück blieben verausgabte Gräser-Stauden, die geschwächt ins Folgejahr starten müssten.

Experten-Tipp

Die Düngung gehört aber durchaus zur Rasenpflege vor dem Winter. Hierzu wird ein Herbstrasendünger verwendet. Ein solcher Spezialdünger enthält aus den oben genannten Gründen nur wenig Stickstoff, doch dafür umso mehr Kalium. Dieses wird zum Ende der Vegetationsperiode aktiv von Gräsern in die Zellen eingelagert und dient dort als eine Art Frostschutzmittel. Den CUXIN DCM Rasendünger Herbst sollten Sie noch aus einem weiteren Grund wählen: Neben viel Kalium enthält er Eisen in chelatierter Form. Dieses ist auch bei niedrigen Temperaturen für Pflanzen verfügbar und sorgt somit für einen besonders grünen Winterrasen.

Rasen wässern im Winter

Die winterliche Rasenpflege umfasst zudem keine Bewässerung. Gräser verwenden Wasser im Zuge der Photosynthese und dafür, um Nährstoffe durch den Transpirationssog in ihren Organen zu transportieren. Im Winter ist durch niedrige Temperaturen und Lichtmangel die Photosynthese fast vollständig ausgesetzt und die hemmende Kälte an den Wurzeln macht eine Nährstoffaufnahme ohnehin fast unmöglich. Dementsprechend ist der Wasserbedarf einer Rasenfläche im Winter extrem gering und kann in der Regel über Regenfälle gedeckt werden. Nur in einem außergewöhnlich warmen, sonnigen, aber trockenen Winter könnte es ausnahmsweise einmal nötig sein, ihn mit Wasser zu versorgen.

Übrigens: Die Bewässerung des Rasens ist eine Tätigkeit, bei der durchaus Fehler passieren können. Lesen Sie daher vor der nächsten Wachstumsperiode Ihres Rasens am besten den weiterführenden Artikel zum richtigen Bewässern des Rasens.

Weitere Pflegemaßnahmen im Winter

Den Rasen von Laub und Rasenschnitt befreien: Der Winter birgt Risikofaktoren für die Entwicklung von Pilzkrankheiten am Rasen. Rasenpilze können sich besonders in milden Phasen im Rasen etablieren. Feuchtigkeit und Schatten fördern ihre Entwicklung – aus diesem Grund ist das Entfernen von Laub und Rasenschnitt im Winter äußerst wichtig.

Den Rasen bei Feuchtigkeit schonen: Ist der Boden gefroren, können Rasenflächen sorglos betreten werden. Herrscht hingegen Nässe oder Tauwetter, sollte man eine zu starke Belastung des Bodens vermeiden. Ein vorsichtiges Betreten ist natürlich kein Problem, doch hohes Gewicht und scherende Bewegungen verdichten den aufgeweichten Boden und verschlechtern somit die Wuchsbedingungen für die Gräser.

Recken die Schneeglöckchen im Vorfrühling ihre Blüten gen Licht, wird auch bald die Rasenpflege nach dem Winter durch die ersten neuen Halme eingeläutet. Finden Sie im Artikel zur Rasenpflege im Frühjahr unter anderem heraus, welche Düngung den Gräsern einen optimalen Start in die Wachstumsphase beschert.

Häufig gestellte Fragen

Teil der herbstlichen Rasenpflege kann auch die Herbstrasendüngung sein. Bei Herbstrasendüngern wie dem CUXIN DCM Rasendünger Herbst handelt es sich um einen Spezialdünger mit angepasster Nährstoffgewichtung: Der Stickstoffgehalt ist niedrig, der Kaliumgehalt erhöht. Ein Herbstrasendünger sollte jedoch nicht zu spät verwendet werden, da aus den oben genannten Gründen sonst gar keine Aufnahme der enthaltenen Nährstoffe mehr erfolgen kann. Verwenden Sie den Herbstrasendünger daher am besten zwischen Juli und Oktober.

Der Rasen sollte eher kurz in den Winter gehen, damit auch die Untergräser in der dunklen Jahreszeit noch ausreichend Licht für die überlebenswichtige Photosynthese nutzen können. Ein normaler Gebrauchsrasen sollte 3,5 cm hoch gemäht werden. Zier- und Sportrasenflächen kann man auch auf 2,5 cm mähen. Ein Schattenrasen verbleibt stets etwas länger, hier sind 4 cm eine gute Länge für die letzte Mahd im November. Wächst er im Winter noch einmal kräftig, weil es sehr warm und feucht ist, lohnt es sich sogar, den Rasen im Winter noch einmal zu mähen.

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