Pflege

Die 4 wichtigsten Tipps für eine bedarfsgerechte Rasen-Bewässerung

Die richtige Rasenbewässerung kann nicht nur für einen kräftigen, sattgrünen Rasen sorgen, sondern Ihnen sogar beim Wassersparen helfen. Das Rasensprengen fördert allerdings auch nur mit der richtigen Technik und in Verbindung mit einer passenden Düngung und Pflege und einer regelmäßigen Mahd einen gesunden Rasen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Rasen richtig bewässern.

1. Rasenbewässerung: Diese Faktoren beeinflussen den Wasserbedarf Ihres Rasens

Bei der Ermittlung des Wasserbedarfs Ihres Rasens kommen verschiedene Faktoren zusammen:

Lage der Rasenfläche: Ein wichtiger Aspekt ist die Lage. Viele Rasenflächen liegen in der Sonne. Dadurch verdunstet das Wasser schneller, als in schattigen Lagen. An sehr heißen Tagen können mehr als 7 L/ m² verdunsten. Auch die Luftbewegung hat einen großen Einfluss: Ist eine Rasenfläche dem Wind ausgesetzt, wird ihr sehr viel mehr Wasser entzogen als wenn die Luft nur über dem Boden steht.

Pflege der Rasenfläche: Wird der Rasen sehr kurz geschnitten, wird der Boden direkt von den Sonnenstrahlen getroffen. Die Sonne erwärmt den Boden dann noch stärker und es verdunstet mehr Wasser. Gerade im Sommer sollte man dem Rasen daher einen etwas höheren Aufwuchs gönnen, indem man ihn nie tiefer als 4,5 cm mäht. Außerdem sollte die Mahd besser in den kühlen Morgen- oder Abendstunden erfolgen, damit an den frischen Schnittstellen nicht sofort unkontrolliert Wasser verlorengeht. Mehr Tipps, wie Sie beim Mähen des Rasens richtig vorgehen, finden Sie hier. Weiterhin sorgt die richtige Düngung dafür, dass Sie den Rasen seltener sprengen müssen. Eine kaliumreiche Düngung – wie mit dem  CUXIN DCM Rasendünger Spezial, dem CUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger für mit Mährobotern gemähte Flächen oder auch dem rein organischen CUXIN DCM Rasen-Naturdünger – hilft dem Rasen dabei, seinen Wasserhaushalt bestmöglich zu regulieren und Wasser so effizient wie möglich aus dem Boden aufzunehmen.

Übrigens:

Rasengräser haben kein sehr tief reichendes Wurzelsystem. Sie wurzeln durchschnittlich ca. 15 cm tief und kommen somit nicht gut an tief liegende Wasservorräte heran. Deshalb sind die Gräser auf das Wasser angewiesen, das Sie beim Rasengießen zuführen.

Bodenart unter dem Rasen: Je nach Bodenart kann Ihr Rasen mehr oder weniger Wasser halten. In einem leichten, sandigen Boden versickert das Wasser schneller in tiefere, für die Gräser unerreichbare Bodenschichten als bei einem lehmigen Boden. Dementsprechend muss man den Rasen häufiger wässern, wenn er auf sandigem Boden wächst. Die einzelnen Gaben können dafür aber etwas kleiner sein. 

Bei  tonhaltigen Böden hingegen ist der Schaden bei Austrockung ungleich größer als bei einem lockeren, sandigen Boden. Die Trockenheit führt dazu, dass der tonhaltige Boden rissig und fest wird. Dadurch kann es zu einer Schädigung der Wurzeln kommen, so dass das geschädigte Wurzelsystem das Wasser langsamer aufnimmt. Zudem kann Tonboden Wasser nicht ganz so schnell aufnehmen. Daher kommt es eventuell zu Staunässe, wenn Sie beim Rasenwässern zu freigiebig und schnell Wasser verteilen.

Ein guter Mittelweg ist ein sandig-lehmiger Boden mit ausreichend hohem Humusanteil. Dieser kann Wasser gut aufnehmen, speichert viel Wasser in pflanzenverfügbarer Form und reißt bei Trockenheit nicht ein, wodurch die Rasenwurzeln vor Schäden bewahrt werden.

Verwendete Gräser-Mischung: Rasengräser sind unterschiedlich gut darin, Wasser zu sparen und auch bei Trockenheit noch wüchsig zu bleiben. Das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) und die Lägerrispe (Poa supina) sind gängige Rasengräser, die mit Trockenheit schlechter zurechtkommen. Trockenheitsverträgliche Rasen-Mischungen enthalten hingegen vermehrt Rotschwingel (Festuca rubra) und Rohrschwingel (Festuca arundinaceae), welche durch ihre bis zu 90 cm tief reichenden Wurzeln und ihre breiteren, weniger Wasser verdunstenden Halme auch bei Trockenheit länger vital bleiben. Sie können also beim Rasengießen langfristig Wasser sparen, wenn Sie auf eine Gräsermischung setzen, die auf ein Fläche mit starker Sonneneinstrahlung abgestimmt ist.

Gut zu wissen!

Bei Rasengräsern muss zwischen der sogenannten Sommerdormanz und echten Trockenschäden unterschieden werden. Ist es zu heiß und zu trocken, haben Rasengräser eine gute Strategie, um der Vertocknung zu entgehen: Sie wechseln bei fehlender Rasenbewässerung in die Sommerdormanz. Dabei ziehen sie ihre Ressourcen aus den Halmen zurück und reduzieren ihren Stoffwechsel, um Wasser und Energie zu sparen. Der Rasen erscheint dann fahlgelb und später sogar braun. Diesen Effekt kann man alljährlich auf Weiden, an Straßenrändern und in Parkanlagen beobachten, wo keine Bewässerung möglich ist. Wenn Ihr Rasen also gelblich wird, ist das noch kein Grund zur Panik – die Gräser starten im Herbst oder spätestens im nächsten Frühjahr wieder durch, wenn es ausreichend feucht ist. Um die Gräser in ihrer sommerlichen Ruhephase in Dürresommern zu schützen, sollten Sie den Rasen dennoch sprengen. Tatsächlich genügt es hier aber, wenn ja nach Bodenart alle zwei bis drei Wochen ausgiebig bewässert wird.

2. Wann und wie viel muss ein Rasen bewässert werden?

Wenn der Rasen auch im Sommer und bei Dürre grün bleiben, also nicht in die Sommerdormanz übergehen soll, ist relativ viel Rasenbewässerung nötig. Gönnen Sie Ihrem Rasen die Ruhephase bei sommerlicher Hitze, müssen Sie den Rasen hingegen seltener bewässern. Oft ist es schwer einzuschätzen, ob es eine ausreichende Menge an Niederschlag gab, so dass Ihr Rasen gut mit Wasser versorgt ist. Hier kann ein Regenmesser hilfreich sein.

Wenn kein Regenmesser vorhanden ist oder der Niederschlag nicht beobachtet werden konnte, kann Ihnen Ihr Rasen aber auch gut selbst zeigen, was ihm fehlt. Wenn Sie ein geschultes Auge haben können Sie vielleicht schon mit einem Blick auf den Rasen feststellen, ob eine Bewässerung notwendig ist. Sind die Halme schlaffer als gewohnt, hängen leicht oder haben sich sogar eingerollt, dann sollten Sie Ihren Rasen wässern. Eine einfache Methode ist die Trittprobe. Hierfür müssen Sie lediglich über Ihren Rasen laufen und nachschauen, ob sich die Grashalme anschließend wieder aufrichten. Wenn dies nicht der Fall ist und Sie Ihre Fußabdrücke zurückverfolgen können, ist eine Bewässerung des Rasens dringend notwendig. Tritt das Welken in der Mittagshitze auf, heißt das jedoch nicht, dass sofortiges Rasenwässern nötig ist: hier genügt das Aufstellen des Sprengers am folgenden Abend. Wenn die Rasenhalme graustichige, blaugrüne oder verstrocknete Stellen haben ist es noch nicht zu spät, aber der Rasen braucht deutlich länger, um sich zu erholen.

Rasen auch im Sommer grün halten:

Abhängig von den oben genannten Faktoren benötigt ein Rasen pro Woche zwischen 15 und 30 Liter Wasser pro Quadratmeter, um im Sommer grün zu bleiben. Reichen die Niederschläge hierzu nicht aus, sollten Sie den Rasen wässern. Sandige und tonige Böden erhalten das Wasser am besten in zwei Gaben, während gut lehmig-humose Böden nur einmal pro Woche mit der genannten Menge bewässert werden müssen. Mit einem Regenmesser sollte die Menge kontrolliert werden, damit man beim Rasengießen nicht unnötig viel verschwendet.

Bewässerung für einen grünen Rasen im Sommer:

Jahreszeit Bewässerungshäufigkeit Bewässerungsmenge
Frühjahr Nur bei Trockenheit 1 x pro Woche 10-15 L/m²
Sommer
Lehmhaltige Böden 1 x pro Woche
Sandige Böden 2 x pro Woche
je 10-15 L/m²
Herbst Nur bei Trockenheit 1 x pro Woche 10-15 L/m²
 

Rasen in der Dormanz vor dem Absterben schützen:

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn die Gräser fahlgelb und sogar gelb werden. Bewässern Sie die Fläche nur alle drei Wochen mit 15 bis 25 Litern Wasser pro Quadratmeter. Auf sandigen Böden steht das Rasenbewässern alle zwei Wochen an. 

Eine längere Trockenphase  begünstigt das Auflaufen bestimmter Unkräuter wie Mittlerer Wegerich, Schafgarbe oder Vogelknöterich. Diese kommen gut mit einem trockenen und schwachen Boden aus. Wenn die Unkräuter sich erst ausgebreitet haben, ist es schwierig sie wieder loszuwerden. Achten Sie daher darauf, auflaufende Unkräuter gewissenhaft zu entfernen, während der Rasen sich in der Sommerdormanz befindet.

Scharfgabe

Mittlerer Wegerich

Bewässerungsplan, um den Rasen im Sommer ruhen zu lassen:

Jahreszeit Bewässerungshäufigkeit Bewässerungsmenge
Frühjahr Nur bei Trockenheit 1 x pro Woche 10-15 L/m²
Sommer
Lehmhaltige Böden alle 3 Wochen
Sandige Böden alle 2 Wochen
je 15-25 L/m²
Herbst Nur bei Trockenheit 1 x pro Woche 10-15 L/m²
 

Hätten Sie`s gewusst?

Wie viel ein Rasen bewässert wird, ist tatsächlich nicht nur ein Umwelt-, sondern auch ein Kostenfaktor. Der Wasserverbrauch einer 100 m2 großen, in den Sommermonaten grün gehaltenen Rasenfläche liegt bei etwa 40.000 Litern, wenn vier Monate lang nur einmal wöchentlich bewässert wird. Bei einem durchschnittlichen Wasserpreis kosten 40.000 Liter Leitungswasser immerhin ungefähr 800 €.

3. Zu welcher Tageszeit sollten Sie den Rasen wässern?

Die optimale Zeit für eine Rasen-Bewässerung ist der frühe Morgen. Zu dieser Tageszeit ist der Boden abgekühlt, und es geht am wenigsten Wasser durch Verdunstung verloren. Durch den nächtlichen Tau ist der Boden zudem bereits leicht feucht und kann das Wasser besser aufnehmen. Mit der zunehmenden Wärme des Tages können die Gräser gut abtrocknen. Dies macht es pilzlichen Erregern schwerer, in die Gräsern einzudringen, als bei einem eher feuchtwarmen Milieu in den Abendstunden. Viele Hobbygärtner gehen bevorzugt abends zum Rasenwässern in den Garten. Das ist nicht verkehrt, jedoch auch nicht ideal.

Wichtig: Wollen Sie den Rasen richtig bewässern, ist das Gießen zur Mittagszeit tabu. Dies gilt besonders im Sommer an heißen Tagen. Ein großer Teil des Wassers würde durch die Hitze direkt verdunsten und wäre für die Gräser verloren, noch bevor es in den Boden eindringen konnte. Bei Wind und Sonne können bis zu 30 % des Wassers ungenutzt verschwinden.

Übrigens:

Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Ihren Rasen in zwei Teil-Gaben bewässern. Wenn es die Zeit zulässt, sollten Sie Ihrem Rasen ein paar Stunden nach der ersten Bewässerung noch einmal eine zweite Teil-Gabe gönnen. Dies verbessert sowohl die Wasseraufnahme als auch die Wassernutzung, ist also die effizienteste Form der Rasenbewässerung.

4. Bewässerungs-Intervalle und Wassermenge – seltener ist mehr

Viele Gartenbesitzer glauben, dass sie ihren Rasen im Sommer täglich wässern sollten. Dies ist einer der häufigsten Fehler der Rasenpflege, denn dies sorgt für trockenheitsanfällige Gräser. Dieser Zusammenhang lässt sich einfach erklären:

  • Bei täglicher, aber eher kurzer Rasenbewässerung gelangt das Wasser nur in die obersten Bodenschichten, während die tiefer liegenden Schichten trocken bleiben.
  • In der Folge entwickeln die Rasengräser ein flaches Wurzelsystem, denn tiefer reichende Wurzeln sind für die Pflanze bei dieser Art von Wassergaben völlig überflüssig.
  • Wasser aus tiefer liegenden Bodenschichten kann somit von den Gräsern nicht genutzt werden.

Fällt das Rasensprengen dann einmal etwas länger aus als gewohnt – etwa wenn man den Garten für einen Wochenendausflug zurücklässt – ist die Wasserkapazität der oberen Bodenschicht bei Weitem nicht genug, um den Rasen ausreichend zu versorgen. Auch eine Rasenbewässerung auf Vorrat ist dann nicht möglich, denn die Gräser gelangen ja nicht an tiefer liegendes Wasser heran. Hat man den Rasen also durch zu häufiges Wässern verwöhnt und zu flachen Wurzeln erzogen, bedeutet das nicht nur viel Arbeit – zu häufiges Rasenwässern begünstigt auch Trockenschäden, wenn für wenige Tage niemand wässern kann.

Tipp:

Wenn Sie kontrollieren möchten, ob die tiefen Bodenschichten durch die Bewässerung erreicht worden sind, können Sie ein Stück Rasensode herausstechen oder herausschneiden. Nachdem Sie sich die Verteilung des Wassers angeschaut haben, können Sie das Stück wieder einsetzen und es leicht festtreten.

Bodenprobe Rasen

Hinweis:

Achten Sie darauf, dass sich keine Rasenfilz-Schicht bildet, denn diese Schicht aus totem organischen Material kann, ähnlich wie ein Schwamm, über 10 Liter Wasser pro Quadratmeter speichern. Beim Rasenwässern wird das Wasser von dem Filz aufgesogen und ist für den Rasen somit nicht verfügbar. Der CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger Plus, der CUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger und der CUXIN DCM Rasen-Naturdünger enthalten bodenbelebende Mikroorganismen, die die Filz-Schicht effektiv zersetzen, und sichert das Eindringen des Wassers in den Boden.

5. Bewässerungsmenge messen

Je nach Bewässerungsmethode ist es oft schwer einzuschätzen, wieviel Wasser schon ausgebracht wurde und wieviel noch benötigt wird. Bei Rasensprengern und Sprinkleranlagen sind die Angaben des Herstellers zu beachten. Außerdem spielt der regionale Wasserdruck eine Rolle. Es empfiehlt sich, die ausgebrachte Wassermengen zu messen, um eine exakte Information zu haben. Dies lässt sich ganz einfach mit einem Regenmesser durchführen. Wenn die benötigte Bewässerungsmenge erreicht ist, kann das Bewässerungssystem abgestellt werden oder auf eine weitere Flächen Ihres Rasens umziehen. Nun können Sie auch die Zeit etwa abschätzen, die Ihr Rasensprenger benötigt um die gewünschte Wassermenge pro m² Rasenfläche auszubringen.

Bei einem Regenmesser gilt: 1 mm = 1 L/ m².

Wenn Sie Ihren Rasen mit einem Gartenschlauch bewässern, können Sie einen Eimer zur Hilfe nehmen und die Zeit stoppen, bis dieser mit der entsprechenden Wasser-Menge befüllt ist. Auf dieser Basis kann unter Berücksichtigung der Quadratmeter-Zahl Ihres Rasens berechnet werden, wieviel Zeit Sie für die Bewässerung Ihrer Rasenfläche etwa benötigen.

Durch den technischen Fortschritt kann man mit automatischen Bewässerungssystemen heute sehr genau bewässern. Feuchtigkeitssensoren sorgen dafür, dass nur so viel Wasser ausgebracht wird, wie der Rasen benötigt. Timer gewährleisten, dass die Bewässerung zur richtigen Tageszeit erfolgt. Dabei ist es wichtig, die Bewässerung des Rasens genau zu planen, um Überlappungen und falsche Zeitpunkte zu vermeiden.

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