Rasen vertikutieren: Darauf sollten Sie achten - DCM
Pflege Probleme

Rasen vertikutieren: Darauf sollten Sie achten

Schon im frühen Frühjahr fängt der Rasen vorsichtig wieder an zu wachsen. Ist er mit Moos, Unkräutern und Rasenfilz durchsetzt, bleibt es leider häufig bei diesem zögerlichen Vorstoß. Denn ist  der Boden mit unzersetztem, organischem Material bedeckt, so wird die Belüftung und die Wasserversorgung gestört und sogar die Nährstofffreisetzung behindert.

Bei einer leichten Verfilzung kann es ausreichen, einen speziellen Rasendünger mit Mikroorganismen zu verwenden, die Rasenfilz zersetzen, wie den CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger Plus, den CUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger für mit einem Mähroboter gemähte Flächen oder den CUXIN DCM Rasen-Naturdünger. Diese Dünger haben eine indirekte Wirkung gegen Unkraut & Moss, und ein Vertikutieren ist in der Regel nicht erforderlich.

Bei stark verfilzten Rasenflächen ist es jedoch sinnvoll, den Rasenvertikutierer aus dem Schuppen zu holen und die Graspflanzen zu befreien. Alles zum richtigen Vertikutieren, der verbundenen Rasendüngung und Nachsaat sowie Alternativen zum Vertikutieren erfahren Sie in diesem Artikel.

Wann wird der Rasen vertikutiert?

Das Rasen-Vertikutieren bietet sich an, wenn der Rasen eher licht als dicht ist und sich Rasenfilz gesammelt hat, welcher das Wachstum behindert. Auch wenn der Rasen eventuell einer Nachsaat bedarf, sollte vorher vertikutiert werden.

Der richtige Zeitpunkt hierfür ist das späte Frühjahr, wenn der Rasen sich von den Strapazen des Winters erholt und das Wachstum wieder eingesetzt hat. Ein Vertikutieren im Herbst oder späten Winter ist zwar auch möglich, aber weniger zu empfehlen. Der Grund dafür ist, dass der Rasen im vollen Wachstum sein sollte, um die entstandenen Verletzungen an den Wurzeln schnell zu regenerieren. Zu frühes oder zu spätes Vertikutieren ist eher ungünstig. Ist der Rasen nämlich nicht wüchsig genug, um die entstehenden Lücken zu schließen, siedeln sich leicht Unkräuter und Moose an.

Ende April/ Anfang Mai, wenn bereits die ersten Mähgänge stattgefunden haben, befindet sich der Rasen in kräftigem Wuchs. Dies ist zum Rasen-Vertikutieren der beste Zeitpunkt. Die Bodentemperatur sollte konstant über 10 °C liegen. Außerdem ist es wichtig, dass trockenes Wetter herrscht, denn das erleichtert die Arbeit auf der Rasenfläche.

Rasen vor dem Vertikutieren mähen und düngen:

Um den Rasen nach dem Winter zu kräftigen und zu neuem Wachstum anzuregen, ist eine Startdüngung im Frühjahr zu empfehlen. Dies ganz besonders, wenn der Boden später vertikutiert werden soll, denn das Vertikutieren schwächt die Gräser, so dass eine vorherige Stärkung sinnvoll ist. Für eine Startdüngung sollte der Boden frostfrei sein. Eine stickstoffreiche Düngung zwischen März und April sorgt für kräftiges vegetatives Wachstum. Ein stickstoffbetonter, organisch-mineralischer Dünger wie der CUXIN DCM Rasendünger Spezial wirkt durch die Kombination von 3 verschiedenen Stickstoff-Formen (Harnstoff, Ammonium und organisch gebundenem Stickstoff) einerseits schnell und zugleich langanhaltend. Zusätzlich enthält der CUXIN DCM Rasendünger Spezial leicht verfügbares Eisen und Magnesium, sodass der Rasen viel grünes Chlorophyll bilden kann.

Anschließend sollte der Rasen einige Male (ca. 3 bis 5 mal) gemäht werden, um das Gräser-Wachstum zu stimulieren, bevor der Vertikutierer zum Einsatz gebracht wird.

Tipp

Das Vertikutieren ist für den Rasen ein belastender Eingriff, der nicht jährlich durchgeführt werden sollte. Besser ist es, mit Hilfe der richtigen Pflege Rasenfilz soweit es geht zu vermeiden und nur im Abstand einiger Jahre zu vertikutieren.

Wie geht man beim Vertikutieren vor?

Den Rasen richtig zu vertikutieren ist nicht schwer, trotzdem werden dabei immer wieder Fehler gemacht. Eine wichtige Frage beim Vertikutieren ist, wie tief die Schlitzmesser in den Boden eingreifen sollten, um das Rasenwachstum zu fördern, dabei jedoch keine zu starken Schäden zu verursachen.

So gehen Sie vor, um Ihren Rasen richtig zu vertikutieren:

  • Mähen Sie den Rasen vorher so tief wie möglich, etwa 2 – 3 cm tief, jedoch um höchstens die Hälfte kürzen
  • Stellen Sie den Vertikutierer auf die richtige Tiefe ein: Die Schlitzmesser sollten nicht tiefer als 2 – 3 mm in den Boden eingreifen!
  • Überfahren Sie die Fläche mindestens einmal längs und einmal quer
  • Harken Sie nach jedem Überfahren das herausgearbeitete Material von der Fläche

Tipp

Liegt unter Ihrem Rasen ein sehr schwerer oder verdichteter Boden, müssen Sie sich nicht entscheiden, ob Sie Ihren Rasen vertikutieren oder lüften wollen. Tatsächlich ist es nämlich optimal, erst zu vertikutieren und dann zusätzlich zu lüften und zu sanden.

Rasen vertikutieren harken
Rasen vertikutieren düngen
Rasen vertikutieren nachsäen

Den Rasen nach dem Vertikutieren düngen und nachsäen

Rasen vertikutieren und düngen:

Nach dem Vertikutieren ist die Grasnarbe offen, der Boden sichtbar und angeraut. Es herrschen beste Bedingungen für die Ausbringung von Rasendünger und Nachsaat, denn beides kann jetzt tief einrieseln und direkt Kontakt zum Boden schließen. Die Rasenpflanzen können eine stickstoffbetonte Nährstoffgabe mit 40g/m² CUXIN DCM Rasendünger Spezial nun gut gebrauchen, um die entstandenen Lücken schnell zu schließen. Wie auch schon im Frühjahr vor dem Vertikutieren fördert die stickstoffbetonte Formulierung auch jetzt die Entwicklung der durch das Vertikutieren geschwächten Gräser und sorgt für viel Verzweigung durch vegetatives Wachstum und damit für eine dichtere Grasnarbe.

Rasen vertikutieren und nachsäen:

Ist die Narbe sehr licht oder sind kahle Stellen entstanden, dann empfiehlt es sich, nach dem Vertikutieren eine Nachsaat zu verwenden, um die Fläche schnell wieder dicht werden zu lassen, so dass die Gräser sich gut gegenüber Moos und Unkräuter behaupten können. Die DCM Rasensamen Nachsaat & Reparatur eignet sich hierfür ideal, denn die Saat-Mischung wurde so konzipiert, dass die Gräser sich gut an bestehende Rasenflächen anpassen. Neben dem hochwertigen Qualitäts-Saatgut enthält das Produkt die START-AKTIV FORMEL, einen organische Phosphorquelle (18 %), die das Wurzelwachstum aktiviert und das Einwurzeln der neu keimenden Rasenpflänzchen fördert. (Die enthaltene Phosphorquelle ersetzt nicht die Dünger-Gabe mit CUXIN DCM Rasendünger Spezial). Nach dem Verteilen auf der Fläche und auf den Kahlstellen muss die Saat nur leicht angedrückt und 4 Wochen lang gut feucht gehalten werden. Die Saatgut-Mischung bestehend aus Deutschem Weidelgras (Lolium perenne) mit einem hohen tetraploiden Anteil, Wiesenrispe (Poa pratensis) und Rotschwingel (Festuca rubra) keimt schnell, auch bei niedrigen Temperaturen und kommt auflaufenden Unkräutern so zuvor. Sie wächst zudem besonders konkurrenzstark und bildet eine dichte Grasnarbe, die Wildkrautsamen keinen Raum lässt, sich auszubreiten. Das Ergebnis ist ein kräftiger, widerstandsfähiger, trittfeser Rasen.

Die weitere Rasenpflege: Sommer- und Herbstdüngung zur Vorbeugung von neuem Rasenfilz

Ist der Rasen nach dem Vertikutieren wieder in Schwung gekommen und dichter geworden, steht bereits die Sommerdüngung an. Insbesondere vor dem Hintergrund der immer heißer und trockener werdenden Sommermonate gewinnt diese zunehmend an Bedeutung, denn sie stärkt unter anderem die Widerstandfähigkeit der Gräser so dass die frisch aufgelaufenen Halme durch extreme Witterungseinflüsse nicht direkt wieder beschädigt werden. Sowohl gegen Trockenheit als auch Kälte nutzt die Rasenpflanze Kalium, das in die Vakuolen der Zellen eingelagert wird und die Bildung stabiler Zellwände fördert. Aus diesem Grund ist im Juni oder Juli eine kaliumbetonte Düngung zu empfehlen. Für eine naturnah gepflegte Rasenfläche bieten sich rein organische Bio-Dünger wie der CUXIN DCM Rasen-Naturdünger an, während tief geschnittene, pflegeintensive Zierrasenflächen eher mit einem organisch-mineralischen, schneller wirkenden Dünger wie dem CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger Plus versorgt werden sollten. Beide Dünger sind kaliumbetont und bringen zusätzlich das nützliche Bakterium Bacillus amyloliquefaciens ein. Dieses Bodenbakterium verhindert die Auswaschung von Stickstoff, verbessert die Aufnahme von Phosphor und das Wurzelwachstum. Zusätzlich ist es ein aktiver Zersetzer von organischem Material - Rasenfilz wird also schneller umgesetzt, wodurch das Vertikutieren zukünftig überflüssig werden kann.

Hinweis

Bacillus amyloquefaciens benötigt eine Bodentemperatur von mindestens 15 °C, um sich vermehren zu können. Dünger mit diesem nützlichen Bakterium werden daher optimalerweise ab dieser Bodentemperatur ausgebracht.

Circa 3 Monate nach der Sommerdüngung im Herbst (September/ Oktober) wird der Rasen noch einmal mit Nährstoffen versorgt. Dies dienst der Stärkung der Widerstandskraft der Gräser gegenüber den Strapazen im Winter wie Frost und Staunässe und der schnellen Regeneration im zeitigen Frühjahr. Hierfür empfehlen wir den kaliumbetonten, organisch-mineralischen CUXIN DCM Rasendünger Herbst, der speziell für diese Anwendung entwickelt wurde. Das enthaltene Eisen-Chelat und Magnesium verleiht dem Rasen eine schöne, tiefgrüne Farbe. Wer eine 100 % organische Rasenpflege bevorzugt, der kann auch im Herbst nochmal zum CUXIN DCM Rasen-Naturdünger greifen.

In Jahren, in denen der Rasen vertikutiert wird, empfehlen wir für eine optimale Rasenpflege also, die Gräser 4 mal pro Jahr mit Nährstoffen zu versorgen:

1.) Im März rechtzeitig vor dem Vertikutieren, um die Gräser zu kräftigen
2.) Ende April/ Anfang Mai nach dem Vertikutieren, um die Regeneration der geschwächten Gräser zu fördern
3.) Im Sommer (Juli/ August) um die Widerstandsfähigkeit des Rasens gegenüber Hitze und Trockenheit zu stärken
4.) Im Herbst (September/ Oktober) um ihn auf die Strapazen des Winters vorzubereiten

Denn ein gesunder, kräftiger Rasen lässt Moos, Unkraut und Filz keine Chance, sich auszubreiten.

Alternativen zum Vertikutieren

Auch wenn ein Rasen in keinem Fall jährlich vertikutiert werden muss – die Arbeit ist mit viel Aufwand verbunden, sodass jeder Rasenbesitzer sie sich gern sparen würde. Auch die Miete des Gerätes verursacht Kosten, außerdem die Entsorgung des herausgearbeiteten Materials. Rasenfilz und Moos lassen sich aber auch mit weniger Aufwand im Zuge der normalen Pflege vorbeugen. Besonders Dünger mit lebenden Mikroorganismen, welche die Zersetzung des Rasenschnittes forcieren, können das Vertikutieren überflüssig machen.

Wollen Sie das Vertikutieren umgehen, können Sie wie folgt vorgehen:

  • Achten Sie darauf, unter Ihrem Rasen ein intaktes Bodenleben zu fördern, etwa indem Sie Dünger mit lebenden Mikroorganismen und einem hohen Anteil organischer Substanz wie den CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger Plus oder, bei einer mit einem Mähroboter oder Mulchmäher gemähten Fläche, den CUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger verwenden. Beides sind organisch-mineralische Dünger mit einem hohen organischen Anteil. Sie weisen eine Sofort- und eine ca. 100 Tage Langzeitwirkung auf. Wer seinen Rasen gerne 100 % organisch düngen möchte, kann zum CUXIN DCM Rasen-Naturdünger greifen,der die Mikroorganismen ebenfalls enthält, allerdings etwas länger braucht, um seine Wirkung zu entfalten. Generell unterstützt organische Düngung ein aktives Bodenleben.
  • Besonders sandige oder besonders tonige Böden profitieren sehr von den hilfreichen Mikrooganismen (Bacillus amyloliquefaciens) im CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger PlusCUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger und dem CUXIN DCM Rasen-Naturdünger.
  • Mähen Sie den Rasen wöchentlich. So fällt weniger Schnittgut auf einmal in die Rasenfläche, sodass die Bodenorganismen mit der Umsetzung nicht überfordert sind.
  • Mähen Sie den Rasen nicht zu tief: Für die allermeisten Rasenflächen ist eine Höhe von 4 – 5 cm optimal, während eine tiefere Mahd für die Rasenpflanzen und den Boden darunter schädlich sein kann – ein gesunder Boden ist für die Vorbeugung von Rasenfilz aber entscheidend.
  • Sorgen Sie bei Trockenheit für eine ausreichende Wasserversorgung. Bodenorganismen sind auf Feuchtigkeit im Boden angewiesen.

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