Gartentipps Anlage

Rollrasen verlegen wie die Profis

Albert Pottmeyer, Rollrasen-Experte und Inhaber der Rasenschule Pottmeyer in Saerbeck, verrät Ihnen die besten Tricks, um Rollrasen selbst zu verlegen.

Anders als bei der Rasen-Einsaat kann man sich mit einem Rollrasen schon wenige Stunden nach dem Verlegen über einen schönen, gepflegten, dichtgrünen Rasen freuen. Nach circa 2 Wochen entsteht bereits eine belastbare Fläche, weiß Albert Pottmeyer zu berichten.

Wann sollte man Rollrasen verlegen?

Ein weiterer Vorteil: Rollrasen kann fast das ganze Jahr über verlegt werden, solange die Temperaturen über +6°C liegen. Ab dieser Temperatur findet das Wurzelwachstum statt, so der Experte. Der ideale Zeitpunkt zum Verlegen von Rollrasen ist jedoch der Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr. Verlegen Sie den Rollrasen nicht bei Temperaturen über 25 °C. Die hohe Temperatur würde die Soden austrocknen.

Da Rollrasen schnell verderben kann, sollte er nach der Beschaffung umgehend verlegt werden. Nach einer sorgfältigen Bodenvorbereitung müssen Sie etwa eine Stunde Zeit für das Verlegen von 25-50 m² Rollrasen einplanen. Hier verrät Albert Pottmeyer uns die 5 wichtigsten Schritte zur Anlage und Pflege eines Rollrasens.

Rollrasen verlegen wie die Profis

Schritt 1

Vorbereitung für Rollrasen zahlt sich aus

Rollrasen verlegen auf altem Rasen: Geht das?
Wollen Sie Rollrasen auf alten Rasen legen, muss zuvor jeglicher Bewuchs entfernt werden. Je nach Größe der Fläche lohnt sich häufig der Einsatz einer Schälmaschine, welche die alte Narbe dünn abträgt und eine saubere Fläche als Basis zum Rollrasen-Verlegen hinterlässt.

Eine sorgfältige Bodenvorbereitung erleichtert den Gräsern das Anwachsen. So wird der Rasen schneller nutz- und belastbar und entwickelt sich langfristig besser. Sollten Sie einen staunassen Boden haben, empfiehlt es sich diesen zunächst mit Hilfe einer Sprenglanze zu drainieren. Das Gerät kann im Fachhandel ausgeliehen werden. Wenn der Boden gut abgetrocknet ist, entfernen Sie mögliche Reste alten Rasens sowie Moos, Unkraut und grobes Material wie Wurzeln, Äste und Steine. Lockern Sie den Boden anschließend durch Umgraben oder mit Hilfe einer Bodenfräse ca. 10 cm tief auf.

Schritt 2

Boden-pH-Wert für Rollrasen ermitteln

Ein optimaler Boden-pH-Wert sichert die Nährstoffaufnahmefähigkeit des Rasens. Bevor Sie fortfahren, sollten Sie deshalb den pH-Wert (Kalkzustand) Ihres Bodens ermitteln, um ihn optimal einzustellen. Vom Kalkzustand hängt es ab, wie gut der Rasen Nährstoffe aufnehmen kann. Der ideale Boden pH-Wert für Rasengräser liegt zwischen 5,9 und 6,2. Mit dem CUXIN DCM Bodenanalyse Test-Set lässt dieser sich einfach bestimmen. Ist der pH-Wert zu niedrig, dann sollte er im nächsten Schritt (siehe Schritt 3) mit CUXIN DCM Grün-Kalk erhöht werden. Ist der pH-Wert hingegen zu hoch, dann kann er mit CUXIN DCM Bodenaktivator  gesenkt werden.

Schritt 3

Der richtige Untergrund für Rollrasen

Glätten Sie die Fläche nun mit einem Rechen. Um sie zusätzlich zu ebnen und optimale Wachstumsbedingungen der Gräser sicherzustellen, verteilen Sie 2 bis 3 cm DCM AKTIV-ERDE Rasen darauf und arbeiten Sie diese oberflächlich ein. Der in dieser Spezialerde enthaltene Sand-Anteil gewährleistet eine gute Drainage, die Staunässe verhindert. Sofern der Boden-pH-Wert nicht im optimalen Bereich liegt, wird nun Kalk oder Bodenaktivator ausgebracht. Um ein schnelles und sicheres Anwachsen der Gräser zu gewährleisten,  empfehle ich Ihnen in diesem Schritt auch CUXIN DCM Wurzelaktivator für Gartenpflanzen & Rasen in den Boden einzuarbeiten. Dank der enthaltenen Mykorrhiza-Pilze stärkt der Aktivator das Wurzelwachstum und erhöht zudem die Trockenstresstoleranz der Gräser. Rasenerde, Kalk oder Bodenaktivator und Wurzelaktivator können auch in einem Arbeitsschritt ausgebracht werden. Mischen Sie dafür alles, zum Beispiel in einer Schubkarre, bringen Sie die Mischung aus und arbeiten Sie diese ein.

Wie sollte der Untergrund für Rollrasen sein? Der Untergrund für Rollrasen sollte einen für Rasen günstigen pH-Wert aufweisen und gut wasser- und luftführend sein. Für besonders sicheres und schnelles Anwachsen ist es hilfreich, eine Rasenerde und Mykorrhiza-Pilze, beispielsweise über einen Wurzelaktivator, einzubringen. Verdichtungen im Boden, die Staunässe verursachen können, sind für Rollrasen sehr schädlich. Nach der Bodenverbesserung ist es wichtig, dass der Untergrund ebenmäßig planiert wird.

Tipp für schwierige Böden: Verfügen Sie über einen sehr stark tonigen oder andersherum einen sehr sandigen Boden, lohnt sich die großzügige Bodenverbesserung. Arbeiten Sie in einen sandigen Boden 10 bis 30 Liter reifen Kompost pro Quadratmeter ein. Ein toniger Boden wird mit 40 bis 50 Litern Sand pro Quadratmeter gelockert. Das jeweilige Material wird mindestens spatentief untergehoben.

Sorgen Sie anschließend für Trittfestigkeit. Dies kann zum Beispiel durch ein leichtes Antreten mit Hilfe von Brettern erledigt werden. Der Boden muss locker genug bleiben, um den Gräsern ein gutes Einwurzeln zu ermöglichen. Das Bodenniveau sollte nach dieser Phase ca. 2 cm niedriger sein als die Umgebung, da der Rollrasen selbst ca. 2 cm hoch ist.

Wichtig: Lassen Sie den Boden zwischen Bearbeitung und Rollrasenverlegung mindestens zwei Wochen ruhen. So hat er Zeit, sich zu setzen, und Sie können dabei entstehende Unebenheiten noch ausgleichen. In dieser Phase laufen zudem Samenunkräuter auf, die durch das Wenden des Bodens an die Oberfläche gelangt sind und nun noch leicht entfernt werden können.

Schritt 4

Rollrasen verlegen: So klappt es

Kurz vor der Verlegung des Rollrasens sollte der Boden noch einmal etwas aufgehakt werden. Ein trockener Boden sollte vor dem Verlegen des Rollrasens gut angefeuchtet werden, indem Sie ihn leicht bewässern. Dies verbessert das Einwurzeln der Gräser.

Beginnen Sie am besten in der am weitesten entfernten Ecke Ihres Gartens, die Soden eine neben der anderen auszulegen. Die Bahnen sollten dicht nebeneinander liegen und anschließend glatt gezogen werden. Überschüssige Stücke lassen sich mit einem Gartenmesser zurecht schneiden.

In welche Richtung verlegt man Rollrasen? Rollrasen wird in Reihen meist quer zur primären Laufrichtung verlegt. Beginnen Sie an der am nächsten an dem Soden-Lager liegenden Stelle und arbeiten Sie sich von dort ausgehend vor. Achten Sie darauf, dass die Soden versetzt zueinander liegen, damit sich keine durchlaufenden Fugen bilden.

Sind die Bahnen verlegt, muss der Rasen nochmals leicht angedrückt werden, um den Bodenkontakt herzustellen. Nutzen Sie hierfür wieder Ihre Bretter oder Ihre nicht zu schwere Walze. Sorgen Sie auch an den Rändern für einen guten Bodenschluss. Es ist wichtig, die Soden unmittelbar nach dem Verlegen intensiv zu bewässern. Wässern Sie in der ersten Woche ein- bis zweimal täglich 10 L/m². Ab der zweiten Woche reduzieren Sie die Intervalle langsam.

Schritt 5

Rollrasen dauerhaft richtig pflegen

Wenn die Halme eine Höhe vom 7-10 cm erreicht haben, wird das erste Mal gemäht. Dies dürfte nach 7 bis 10 Tagen der Fall sein. Mähen Sie maximal ein Drittel der bestehenden Rasenhalmlänge. Durch ein regelmäßiges Mähen während der Wachstumsphase bleibt der Rasen dicht.

Um die Gräser optimal mit allen benötigten Nährstoffen zu versorgen sollte nach 4 bis 6 Wochen eine Erhaltungsdüngung vorgenommen werden, zum Beispiel mit dem organisch-mineralischen 100 Tage Langzeitdünger CUXIN DCM Rasendünger Spezial.

Sie möchten noch tiefer in das Thema einsteigen? Dann besuchen Sie uns gerne auf unserer Website www.rasenschule.de.

Zusammenfassend

Das Rollrasen-Verlegen kann ganzjährig erfolgen, solange nicht Frost und Schnee den Boden bedecken. Da die Soden jedoch im Sommer sehr rasch austrocknen, sind der späte Frühling und frühe Herbst am besten für das Verlegen geeignet. Im Tagesverlauf ist es wichtig, bereits früh mit dem Verlegen zu beginnen, damit vor der mittäglichen Wärme bereits viel geschafft ist und die Soden möglichst kurz lagern. Besonders wenn Sie Rollrasen selbst verlegen, planen Sie besser etwas mehr Zeit ein, um die Soden nicht zu beschädigen.

Rollrasen benötigt Untergründe, die luft- und wasserdurchlässig, nährstoffreich und strukturstabil sind. Sandige Lehmböden oder lehmige Sandböden mit einem pH-Wert zwischen 5,9 und 6,8 sind sehr gut geeignet. Weniger günstige Böden sollten verbessert werden. Dafür eignet sich der CUXIN DCM Grünkalk, ein Bodenaktivator und lockere Rasenerde wie die DCM AKTIV-ERDE Rasen oder sogar größere Mengen Sand und Kompost. Nach dem Lockern und Verbessern des Bodens sollte er glatt planiert werden. Erst nach einer Ruhezeit von zwei Wochen beginnt man schließlich mit dem Rollrasen-Verlegen, damit sich der Boden zwischenzeitlich gut setzen kann.

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