Rasenpilz erkennen und behandeln
Probleme

Rasenpilz erkennen und behandeln

Tritt ein Rasenpilz auf der heimischen Grünfläche auf, ist die Not groß und guter Rat gar nicht so leicht zu bekommen. Um welchen Erreger handelt es sich bloß und was kann man unternehmen, um den Rasenpilz zu bekämpfen? Für einen besseren Überblick sind im Folgenden die pilzlichen Rasenkrankheiten nach ihrem Auftreten im Jahresverlauf sortiert, damit Sie schnell eingrenzen können, um welchen Rasenpilz es sich handelt.

Übrigens: Die Sporen von Rasenpilzen finden sich überall in der Luft. Daher ist Vorbeugung die beste Waffe gegen Pilzbefall. Das gilt ganz besonders, weil kein Fungizid gegen Rasenpilze für die Verwendung im Hausgarten zugelassen ist.

Leider halten sich Pilzsporen an keinen Terminkalender. Die besonders unverwüstlichen von ihnen können sogar zu jeder Zeit im Jahr auftreten. Daher werden Sie einige Rasenpilze mehrfach in diesem Artikel wiederfinden.

Rasenpilze, die im Frühjahr auftreten

Rotspitzigkeit

Eine Infektion durch Laetisaria fucifomis verursacht die Rotspitzigkeit und tritt besonders häufig im Frühjahr und Herbst auf. Sie ist aber theoretisch ganzjährig bei Temperaturen von + 5 °C bis maximal + 30 °C möglich. Laetisaria fucifomis ist bei der Wahl des Wirtes nicht wählerisch und kann verschiedenste Gräser-Arten befallen.

Rostpilzigkeit
Rostpilzigkeit nahe

Symptome:

  • Kleine unregelmäßig geformte Flecken, zunächst hellbraun, später strohfarben
  • Rosafarbenes, watteartiges Myzel (Pilzgeflecht)
  • Ausbildung der typischen rosa Geweihstrukturen

Vorbeugung und Behandlung:

Hohe Luftfeuchtigkeit durch Tau und zu häufige Bewässerung des Rasens sowie Nährstoffmangel begünstigen die Entwicklung des Erregers. Durch eine gute Stickstoffversorgung im Frühjahr, das Vermeiden von Rasenfilz und Moos sowie die richtige Beregnung Ihres Rasens vermeiden Sie, dass Rotspitzigkeit diesem schadet. Eine gute Stickstoffversorgung erreichen Sie zum Beispiel durch den CUXIN DCM Rasendünger Spezial, der mit drei unterschiedlich schnell wirkenden Stickstoffformen eine gleichmäßige Versorgung erreicht. Im passenden Expertenartikel erfahren Sie alles zur richtigen Bewässerung von Rasen, um Ihrem grünen Teppich nicht unabsichtlich zu schaden.

Schneeschimmel

Als Schneeschimmel wird die Erkrankung des Rasens durch einen von mindestens zwei Erregern bezeichnet: Microdochium nivale und Monographella nivalis rufen den gefürchteten Schneeschimmel häufig im April hervor, wenn der Winter den Rasen allmählich aus seinem Griff entlässt. Doch auch im Herbst bei 0 °C bis 10 °C kann er bereits infizieren und sichtbar werden. Gegenüber diesem Rasenpilz sind viele Gräser-Arten anfällig. Besonders häufig tritt Schneeschimmel bei Rasen auf verdichteten, tonigen und zu stark gedüngten Böden auf.

Schneeschimmel

Symptome:

  • Gräulich-bräunliche Flecken, die sich flächig ausbreiten.
  • Bei hoher Luftfeuchtigkeit erscheint ein dichtes, watteartiges, graues bis rosafarbenes Myzel, wobei Minusgrade oder Temperaturen über 20 °C den Erreger stoppen.

Vorbeugung und Behandlung:

Die Erreger von Schneeschimmel benötigen stauende Feuchtigkeit sowie kühle Temperaturen und entwickeln sich daher besonders gut unter einer schmelzenden Schneedecke, aber auch unter Laub, Folien oder Schnittgut. Der Rasen sollte also von Bedeckung freigehalten werden. Kann Wasser nach unten nicht abfließen und erzeugt somit Staunässe, sollte das jährliche Lüften und Sanden des Rasens geplant werden. Führen Sie das Lüften oder, falls nötig, Vertikutieren aber unbedingt im Frühjahr und nicht im Herbst durch, da eine Bearbeitung spät im Jahr die Infektion begünstigt. Auch mit der Düngung lässt sich gegen Schneeschimmel vorbeugen: Verwenden Sie im Herbst einen pH-Wert-senkenden Bodenaktivator wie den CUXIN DCM Bodenaktivator, denn Schneeschimmel tritt besonders häufig bei hohen pH-Werten auf. Nutzen Sie außerdem im Spätsommer oder Frühherbst einen kaliumbetonten Herbstrasendünger wie den CUXIN DCM Rasendünger Herbst, der die Zellwände der Gräser fester und damit weniger anfällig macht.

Tipp

Diesen Rasenpilz zu bekämpfen ist schwierig, er verschwindet aber mit steigenden Temperaturen von selbst aus dem Rasen. Anschließend gilt es, mit der Vorbeugung für das nächste Jahr zu beginnen – und das bedeutet vor allem, die Luftzirkulation in der Grasnarbe durch Lüften und Sanden zu verbessern.

Grauer Schneeschimmel (Typhula-Fäule)

Die Typhula-Fäule Ist ein vom Erreger Typhula incarnata verursachter Rasenpilz, der auch in der kalten Jahreszeit, aber besonders häufig zu Beginn des Frühjahrs zur Schneeschmelze beobachtet werden kann. Typhula befällt alle Rasengräser gleichermaßen und wird durch eine Schneedecke auf dem Rasen oder aber auch die Abdeckung mit Mulch, Folie, Laub oder Ähnlichem gefördert. Besonders anfällig sind falsch gedüngte Rasenflächen, die übermäßig mit Kalk versorgt sind.

Symptome:

  • Bis zu 50 cm große, grau verklebte Flecken
  • Ein helles Myzel bedeckt die Blattspreiten und Stängel, die flach liegen
  • Manchmal sind orange-bräunliche Sporenlager mit bloßem Auge sichtbar

Vorbeugung und Behandlung:

Um diesen Rasenpilz zu bekämpfen, kann im Frühjahr direkt vertikutiert werden, um die abgestorbenen Gräserreste zu entfernen. Anschließend wird nachgesät und gedüngt. Um dem Grauen Schneeschimmel nicht wieder optimale Lebensbedingungen zu bieten, sollte die Abdeckung des Rasens im Herbst und Frühjahr vermieden werden. Außerdem ist es wichtig, den Gräsern im Herbst Kalium statt Stickstoff zuzuführen und den pH-Wert zu senken. Denn Typhula tritt besonders bei zu weichen Gräsern mit leichtem Magnesium- und Kalium-Mangel und bei zu hohen pH-Werten des Bodens auf. Verwenden Sie daher einen ausgewiesenen Herbstrasendünger wie den CUXIN DCM Rasendünger Herbst, der Kalium und Magnesium liefert, sowie ein Mittel zu Senkung des pH-Wertes – hierfür bietet sich der CUXIN DCM Bodenaktivator an. Alternativ kann auch sauer wirkendes Urgesteinsmehl verwendet werden.

Tipp

Ob der Boden-pH-Wert wirklich zu hoch ist, erfahren Sie durch die Anwendung des CUXIN DCM Bodenanalyse Test-Set oder durch eine in einem spezialisierten Labor durchgeführte Bodenanalyse.

Blattflecken

Verschiedene Pilze, darunter Drechslera poae, Curcularia-Spezies und Biploaris-Spezies, verursachen Blattflecken, die sich ähneln. Ursache ist in der Regel eine suboptimale Rasendüngung, zu tiefer Schnitt, falsche Bewässerung, aber auch ein verdichteter Boden und Rasenfilz.

Symptome:

  • Die Rasenfläche wird fleckenartig heller, gelblich bis braun und sieht unregelmäßig gesprenkelt aus.
  • Die einzelnen Halme zeigen braune bis rote Flecken und weiße Stellen. Ganze Gräserstauden können absterben.

Vorbeugung und Behandlung:

Eine weniger stickstoff- und mehr kalium- und magnesiumbetonte Düngung ist eine gute Vorbeugung gegenüber Blattflecken im Rasen. Denn anfällig sind besonders zu wüchsige, mastige Gräser. Ganz besonders gilt dies, wenn zu häufig gewässert wird. Rasenfilz und Bodenverdichtungen erhöhen das Risiko weiter. Verwenden Sie daher am besten einen organischen Rasendünger wie den CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger Plus, denn dieser bietet nicht nur ein Nährstoffverhältnis, das die Gräser gegenüber Pilzkrankheiten stärkt, sondern er verdaut mithilfe eines nützlichen Bodenbakteriums außerdem Rasenfilz. Des Weiteren sollte der Rasen vertikutiert und gesandet werden. Außerdem lohnt sich ein Umdenken bei der Bewässerung: Tiefgründig und dafür seltener zu wässern ist die richtige Taktik.

Übrigens: Auch ein zu tiefer Schnitt macht den Rasen anfällig für Blattflecken. Mähen Sie ihn daher möglichst nicht tiefer als 4,5 cm.

Echter Mehltau

Blumeria graminis verursacht auch Mehltau an anderen Pflanzen, doch ebenso Rasenpilz. Mehltau an Rasen kann in der gesamten warmen Jahreshälfte Krankheitssymptome hervorrufen, Feuchtigkeit und mäßige Wärme in kühlen Frühsommern begünstigt die Entwicklung jedoch besonders. Rasenflächen in Schattenlage sind häufiger betroffen.

Symptome:

  • Ein mehliger, grauer Belag liegt auf den Halmen, die im weiteren Verlauf vergilben und absterben können.

Vorbeugung und Behandlung:

Weil anhaltende Feuchtigkeit am Halm Mehltau begünstigt, tropfendes Wasser ihn aber hemmt, ist die selte, aber dafür durchdringende Bewässerung zu empfehlen. Regelmäßiger Schnitt und eine gleichmäßige Stickstoffzufuhr über den Dünger – dies gelingt besonders mit organisch-mineralischen Rasendüngern – sind unerlässlich, wenn dieser Rasenpilz bekämpft und diesem vorgebeugt werden soll.

Weitere Rasenpilz-Krankheiten im Frühjahr:

Ebenfalls im Frühjahr auftreten können folgende Rasenpilz-Krankheiten. Wir stellen Sie Ihnen an anderer Stelle ausführlich vor:

  • Schwarzbeinigkeit
  • Hexenringe

Rasenpilze im Sommer

Rostkrankheiten an Rasen

Pilze der Gattung Puccinia rufen Rostkrankheiten an verschiedenen Pflanzen und auch am Rasen hervor. Wird das Gräserwachstum durch schlechte Lebensbedingungen gehemmt, hat Puccina leichtes Spiel. Daher tritt Rost an Rasen im Hochsommer bei 20 °C bis 30 °C häufiger auf, wenn Rasengräser in die Hitzedormanz verfallen.

Puccinia Rost

Symptome:

  • Die Gräser verfärben sich erst nesterweise, dann flächig gelb, rot, braun oder schwarz.
  • Auf den Halmen sind Sporenlager zu erkennen.

Vorbeugung und Behandlung:

Entscheidend ist es, den Rasen im Wachstum zu halten. Hierfür förderlich ist eine regelmäßige Rasendüngung, das Wässern bei starker Trockenheit und eine gesundheitsfördernde Schnitthöhe: Bei einer Halmlänge von 4,5 bis 5 cm ist der Rasen deutlich weniger anfällig für Trockenstress.

Übrigens: Die meisten Rasenbesitzer kennen die richtige Bewässerungstechnik für Rasen nicht. Diese umfasst eine seltenere, aber intensivere Beregnung, die CUXIN in einem Spezialartikel beschreibt.

Brown Patch

Die Wurzeltöter-Pilze Rhizoconia solani und Rhizoctonia cerealis verursachen die Rasenpilz-Krankheiten Brown Patch und Yellow Patch. Diese können im gesamten Sommerhalbjahr auftreten, wobei der Befall durch eine zu starke Stickstoffdüngung gefördert wird.

Symptome:

  • Braun oder gelb gerandete, unregelmäßige Flecken im Rasen, die sich auf bis zu 100 cm Durchmesser ausdehnen.
  • Keine ernsthaften Rasenschäden; oft regeneriert sich die Rasenfläche, sobald der Pilz keine optimalen Entwicklungsbedingungen mehr vorfindet.

Vorbeugung und Bekämpfung:

Eine zu starke Stickstoffdüngung zu vermeiden, ist eine gute Vorsorgemaßnahme. Insbesondere sollten keine reinen Stickstoffdünger zum Einsatz kommen, sondern stets Volldünger mit gestaffelter Freisetzung. Dies trifft beispielsweise auf den CUXIN DCM Rasendünger Spezial zu, der zwar viel Stickstoff enthält, diesen aber über einen langen Zeitraum allmählich bereitstellt. Wie bei den meisten Rasenpilzen ist die Verbesserung der Durchlüftung und das Verringern von Rasenfilz entscheidend: Lüften und sanden Sie die Fläche hierzu alle ein bis zwei Jahre.

Sommer-Fusariose

Pilze der Gattung Fusarium können ebenfalls Rasenpilz-Krankheiten hervorrufen. Die Sommer-Fusariose trägt bereits im Namen, dass die Hauptsymptome im Hochsommer zu beobachten sind, die Endung -ose deutet darauf hin, dass der Pilz seinen Wirt abtötet. Ein zu hoher oder zu niedriger pH-Wert fördert den Befall, ebenso wie Bodenverdichtungen, hohe Luftfeuchte und sommerliche Wärme.

Symptome:

  • Der Befall beginnt mit kleinen, hellgrünen Flecken, die sich später rotbraun verfärben.
  • Im Verlauf sterben die Gräser vollständig ab und werden gelb, während die Befallsstellen sich vergrößern.

Vorbeugung und Behandlung:

Wollen Sie diesen Rasenpilz bekämpfen, prüfen Sie zuallererst den pH-Wert Ihres Bodens, beispielsweise mithilfe des CUXIN DCM Bodenanalyse Test-Set, das Ihnen in kürzester Zeit anwenderfreundliche Handlungsempfehlungen liefert. Stellen Sie mithilfe dieser Empfehlungen den pH-Wert des Bodens durch die Anwendung von Bodenaktivator oder CUXIN DCM Grün-Kalk auf einen für den Rasen optimalen Wert zwischen 5,5 und 6,5 ein. Optimieren Sie außerdem die Nährstoffversorgung, indem Sie auch im Frühjahr und Sommer mit ausreichend Kalium düngen – viele Spezialdünger von CUXIN sind hierfür gut geeignet. Und zu guter Letzt verbessern Sie die Wasserversorgung. Wie man einen Rasen optimal bewässert, können Sie in unserem weiterführenden Artikel nachlesen.

Wichtig: Eine pH-Wert Beeinflussung kann die mehrfache Anwendung von Bodenhilfsstoffen erfordern, da der Boden als komplexes biochemisches System sich nicht so einfach und schnell beeinflussen lässt. Testen Sie Ihren Boden daher mindestens alle zwei Jahre, um Ihren Pflanzen ein gutes Wachstum zu ermöglichen.

Weitere Rasenpilze im Sommer:

Folgende Rasenpilz-Krankheiten können im Sommer auftreten, werden dies aber bei einem durchschnittlichen Witterungsverlauf auch zu anderen Jahreszeiten tun:

  • Rotspitzigkeit
  • Hexenringe
  • Dollarspot
  • Pythium-Fäule/Stängelgrundfäule
  • Mehltau
  • Anthracnose
  • Schwarzbeinigkeit

Rasenpilze im Herbst

Hexenringe

Hexenringe im Rasen werden von verschiedenen Pilzen hervorgerufen und können tatsächlich zu jeder Jahreszeit vorkommen. Etwas häufiger sind sie aber in den regenreichen Jahreszeiten wie dem Frühjahr und Herbst zu beobachten. Die Symptome unterscheiden sich je nach Erreger-Art, doch allen drei Typen gemeinsam ist die Eigenschaft, sich mit ihrem Myzel meist ringförmig auszubreiten und so die typischen Kreise auf dem Rasen erscheinen zu lassen, die ihnen den gruseligen Namen verliehen haben. Allerdings spricht man auch bei fehlenden Fruchtkörpern oder bei Pilzen, die nicht ringförmig angeordnet sind, von Hexenringen.

Hexenringe
Hexenringe aus der Nähe

Symptome:

Es werden drei Typen von Hexenring-Rasenpilzen unterschieden:

  • Hexenringe Typ 1: Es bilden sich zwei parallel verlaufende, dunkelgrüne Ringe, zwischen denen sich eine Zone abgestorbenen Grases befindet. Im Boden findet man deutlich sichtbar weißes Myzel mit starkem Schimmelgeruch. Dieser Typ kann schwere Schäden an Rasen verursachen.
  • Hexenring Typ 2: Bei diesem Typ wachsen tatsächlich im Rasen Pilze, also sichtbare Fruchtkörper. Diese stehen in einfachen Ringen aus stark wachsendem Gras. Bei diesen Pilzen im Rasen handelt es sich um champignonartige oder Boviste. Der Rasen zeigt keine Schäden, weshalb dieser Typ von Hexenring-Rasenpilz weniger gefährlich für den grünen Flor ist.
  • Hexenring Typ 3: Dieser Typ lässt besonders im Spätsommer oder Herbst Pilze im Rasen sprießen, die aber nicht immer ringförmig angeordnet sind. Im Boden kann man ein oberflächennahes Myzel finden. Die Gräser werden nicht geschädigt und die Hutpilze, also Fruchtkörper des Pilzes, können einfach abgemäht werden.

Vorbeugung und Behandlung:

Tritt Typ 1 der Hexenringe auf, wird in den meisten Fällen eine Nachsaat nötig sein. Um einem erneuten Auftreten vorzubeugen, muss aber vorgesorgt werden: Hexenringe treten häufig auf alten, schlecht belüfteten Rasenflächen auf, die viel Rasenfilz enthalten. Rasenflächen dieser Art sollten kräftig vertikutiert oder sogar gelüftet und gesandet werden. Anschließend wird eher dünn nachgesät, damit die einzelnen Gräser ausreichend viel Sauerstoff an Halmbasis und Wurzel erreicht. Weil Hexenring-Pilze einen hohen Gehalt organischer Substanz im Oberboden für ihre Entwicklung benötigen, sollte eine anfällige Rasenfläche mit Korb gemäht und organisch-mineralisch statt nur organisch gedüngt werden. Hierfür bietet sich beispielsweise der CUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger an, denn dieser beugt der Bildung von Rasenfilz vor und kann das ganze Sommerhalbjahr über angewendet werden.

Schwarzbeinigkeit

Schwarzbeinigkeit, verursacht durch Gaeumannomyces graminis, wird hauptsächlich im Spätsommer und Herbst beobachtet. Die Symptome sind eher unauffällig, doch durch die Schädigung der Gräser haben Unkräuter häufig ein leichtes Spiel, sodass die Schwarzbeinigkeit dennoch viel Ärger bereiten kann. Sie tritt besonders auf sehr leichten, sandigen Böden auf und kann durch eine gute Bodenpflege verhindert werden.

Symptome:

  • Wiederkehrend auftretende ringartige Flecken, die hellgrün, braun oder bronzefarben sind.
  • Besonders häufig auf neuen Rasenflächen.
  • Rasengräser zeigen braune Wurzeln und sterben ab, in den Kahlstellen siedeln sich häufig Ungräser an.

Vorbeugung und Behandlung:

Gaeumannomyces graminis entwickelt sich besonders gut in Böden mit pH-Werten über 7. Daher kann man diesen Rasenpilz bekämpfen, indem der Bodensäuregrad kontrolliert und gegebenenfalls abgesenkt wird. Auch sollten Sie antagonistisch lebende Bodenorganismen fördern. Gerade sandreiche Böden sollten daher mit regelmäßiger organischer Rasendüngung oder jährlicher Bodendüngung gepflegt werden. Hierzu ist der CUXIN DCM Bodenaktivator mit sauer wirkendem Ammoniumstickstoff und Eisensulfat besonders gut geeignet. Gerade bei Trockenheit tritt die Krankheit zutage, was die richtige Rasenbewässerung umso wichtiger macht.

Dollarspot

Die Dollarspot-Krankheit wird von Sclerotinia homeocarpa hervorgerufen und ist leicht am typischen Schadbild erkennbar. Befallsfördernd wirken eine fehlende Düngung sowie der Wechsel aus heißen Sommertagen und kühlen, taureichen Nächten bei gleichzeitig trockenem Boden.

Dollarspot
Dollarspot nahe

Symptome:

  • Etwa geldstückgroße, strohgelbe Flecken entstehen im Rasen. Sie können sich mit der Zeit auf 15 cm Durchmesser vergrößern.
  • Befallene Gräser sind punktuell eingeschnürt und strohig.

Vorbeugung und Behandlung:

Achten Sie auf eine ausreichende Stickstoff- und Kaliumversorgung bereits ab der Frühjahrsdüngung. Stickstoffgaben helfen auch bei der Regeneration nach einem Befall. Vermeiden Sie, dass der Rasen unter Trockenstress leidet, indem Sie den Rasen richtig bewässern und Tiefschnitt vermeiden. Eine Länge von 4,5 cm sollten die Halme aufweisen. Es gibt keine Fungizide, die im Hausgarten gegen die Dollarspot-Krankheit zugelassen sind.

Pythium-/Stängelgrundfäule

Die Stängelgrundfäule verursacht flächige Rasenschäden und wird von verschiedenen Arten der Gattung Pythium hervorgerufen. Besonders junge Gräser, die Wärme und gleichzeitig anhaltender Feuchtigkeit ausgesetzt sind, sind gefährdet.

Symptome:

  • Bei Keimlingen verursachen Pythium-Arten eine Störung der Keimung und nekrotisch schwarze Wurzeln.
  • Auf bestehenden Rasenflächen zeigt sich die Stängelgrundfäule als flächige, schleimige und faulige Infektion mit braunen, vollständig zersetzten Wurzeln.
  • Ganze Rasenflächen können durch die Stängelgrundfäule zerstört werden.

Vorbeugung und Behandlung:

Die (spät-)sommerlich hohen Temperaturen lassen sich nicht beeinflussen, wohl aber die Feuchtigkeit am Rasen: Eventuelle Bodenverdichtungen sollten durch Lüften und Sanden beseitigt werden, außerdem ist Rasenfilz durch Vertikutieren und Spezialdünger wie den CUXIN DCM Multi-Mikro Rasendünger mit effektiven Mikroorganismen zu behandeln. Auch günstig zur Vorbeugung ist es, nicht abends, sondern stets morgens zu bewässern, damit die Fläche schneller wieder abtrocknen kann.

Anthracnose

Der Rasenpilz Colletotrichum cereale verursacht Anthracnose an Rasengräsern und tritt besonders in den feuchten Jahreszeiten, also im Frühjahr und Herbst auf. Diese typische Rasenkrankheit wird durch Feuchte und Wärme gefördert, ist eher unauffällig und für den Rasen nicht extrem gefährlich, aber doch unschön anzusehen.

Symptome:

  • Kleine, unregelmäßige, maisgelbe Flecken, die Trockenschäden ähneln
  • Lückiger Rasen, manchmal auch Wurzelfäulen

Vorbeugung und Behandlung:

Um diesen Rasenpilz zu bekämpfen, wird zuerst die Schnitthöhe angehoben, wodurch in der Regel eine schnelle Besserung eintritt. Ansonsten ist lediglich eine gute Rasenpflege in der Lage, Anthracnose vorzubeugen. Rasenfilz sollte durch Vertikutieren und Spezialdünger reduziert werden und eventuelle Verdichtungen müssen weichen, um stauendes Wasser und damit anhaltende Feuchtigkeit zu unterbinden. Auch eine ausgewogene Düngung mit kontinuierlicher Stichstoffzufuhr aus organisch-mineralischer Quelle gehört zu einer stärkenden Rasenpflege. Verwenden Sie zum Beispiel den CUXIN DCM Rasendünger Spezial, der Stickstoff in drei verschiedenen Formen enthält, um eine fließende und keine plötzliche Freisetzung zu erreichen.

Weitere Rasenpilze im Herbst:

Diese Rasenpilze treten auch im Herbst, aber vorrangig zu anderen Jahreszeiten im Rasen deutlich zutage:

  • Echter Mehltau
  • Rostkrankheiten
  • Brown Patch
  • Ophiobulus/Schwarzbeinigkeit
  • Blattflecken

Rasenpilze im Winter

Es gibt keinen Rasenpilz, der alleinig im Winter auftritt. Bei Frost und Kälte können sich auch Pilze nicht entwickeln. Folgende Rasenpilz-Krankheiten können allerdings in milden Wintern beobachtet werden, obwohl sie meist im Herbst oder Frühjahr das größte Schadpotential entfalten:

  • Schneeschimmel
  • Typhula-Fäule
  • Hexenringe

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