Probleme

Rasen-Probleme loswerden

So erhalten Sie einen tiefgrünen Rasen

Rasenflächen werden aus einer abgestimmten Gräsergemeinschaft gebildet und fordern viel vom darunterliegenden Boden und ihrem „Betreuer“, dem Gärtner. Denn Rasenflächen stellen eher hohe Ansprüche, was die Pflegeintensität, Nährstoffversorgung und Bodenpflege angeht. Dementsprechend kommt es bei einer Vernachlässigung der Pflege sehr schnell zu Schadensbildern am Rasen, die sich auch gar nicht so leicht beheben lassen, ohne den Rasen gänzlich neu anzulegen. Statt einer tiefgrünen Fläche finden viele Rasenbesitzer Filz, Pilze oder Moos vor. Wir stellen Ihnen die häufigsten Rasen-Probleme vor und erläutern wie man sie behebt.

Rasen-Probleme: Die häufigsten im Überblick

Folgende Rasenschäden treten so häufig auf, dass Sie als Rasenbesitzer damit ganz sicher nicht alleine dastehen:

Rasenfilz

Als Filz wird eine Schicht unzersetzten organischen Materials - also abgestorbener Wurzel- und Halmreste - in der Grasnarbe bezeichnet.  Eine 1 cm dicke Rasenfilz-Schicht kann 10 Liter Wasser halten. Das sind 10 mm Niederschlag, die nicht an die Wurzeln der Gräser gelangen können. Rasenfilz hemmt also die Wasser- und auch die Sauerstoffaufnahme des Bodens und damit auch die dortige mikrobielle Aktivität sowie die Wurzelaktivität. Er tritt besonders häufig auf verdichteten und tonigen oder sehr sandigen, allgemein biologisch inaktiven Böden auf. Wie Sie Rasenfilz erkennen und vermeiden können, erfahren Sie in unserem passenden Themenartikel.

Rasenfilz erkennen

Moos im Rasen

Dass sich Moos im Rasen ansiedelt und die Gräser verdrängt, ist ein sehr häufiges Rasen-Problem. Mehrere Faktoren begünstigen das Mooswachstum im Rasen, darunter Lichtmangel, Nährstoffmangel, ein zu saurer Boden und Staunässe. Wie Sie Moos im Rasen loswerden, können Sie an anderer Stelle genauer nachlesen.

Moos im Rasen

Pilze im Rasen

Dass plötzlich Fruchtkörper von Pilzen im Rasen wachsen oder aber ein pilzlicher Erreger den Gräsern direkt zusetzt, kann durchaus vorkommen. In den allermeisten Fällen wird die Entwicklung des Rasenpilzes durch andauernde Feuchtigkeit und Wärme begünstigt, es gibt aber auch Pilze, die bei gemäßigter Temperatur besonders gut gedeihen. Die Symptome sind vielfältig: Sie reichen von weißem, braunem oder rotem Belag über sichtbares, graues oder rosafarbenes Mycel, rottende Wurzeln und kreisrunde Flecken bis hin zu geisterhaft kreisförmig angeordneten Pilzhüten. Im passenden Spezialartikel finden Sie eine Vorstellung diverser Rasenpilze und Informationen zu ihrer Bekämpfung und Vorbeugung. Glücklicherweise verursacht jedoch nicht jeder Pilz am Rasen einen Schaden.

Gelber Rasen

Besonders im Herbst und Winter sowie im Hochsommer, doch auch außerhalb dieser Stressperioden, kann der Rasen gelb werden. Hierfür sind unterschiedliche Ursachen denkbar. In der warmen Jahreshälfte ist ein Nährstoffmangel am wahrscheinlichsten. Bei starken Regenfällen und Bodenverdichtungen kann auch Sauerstoffmangel an der Wurzel zu den gelben Chlorosen führen. Ist der Sommer besonders heiß, treten Gräser in die sogenannte Hitzedormanz ein, um sich vor Trockenstress zu schützen. Dabei werden sie ebenfalls gelb, was oft als Absterben fehlinterpretiert wird. Im Winter ist die Gelbfärbung normal: Weil das Lichtangebot abnimmt, spart die Pflanze den Unterhalt der grünen Chloroplasten ein und verlagert deren Bausteine zur Aufbewahrung in die Wurzel. Ist es aber weder zu heiß noch zu kalt oder zu nass, können Sie mit einer Rasendüngung gegensteuern.

Lichter und lückiger Rasen

Fehlen in der Gräsergemeinschaft die Untergräser, dann erscheint der Rasen licht und man sieht den Boden zwischen den Halmen. Hier kann durch eine Nachsaat, zum Beispiel mit DCM Rasensamen Nachsaat & Reparatur, zum erneuten Einbringen dieser Untergräser Abhilfe schaffen. Mögliche Ursachen: Die Sorten der Art Lolium perenne sind etwas frost- und hitzeempfindlicher als der Rest der Gräser. Tauchen ohne ersichtlichen Grund Rasenschäden auf, stecken häufig auch die Larven der Wiesenschnake (Tipula-Larven) oder des Maikäfers (Engerlinge) dahinter – oder auch eine punktuelle Überdüngung, sei es durch Mineraldünger oder Hundeurin.

Zu wüchsiger Rasen

Um eine gute Verzweigung und damit eine dichte Narbe zu erreichen, sind gutes Wachstum und ein regelmäßiger Schnitt des Rasens unerlässlich. Manchmal wächst der Rasen aber etwas zu gut und wirkt mastig, also weich und saftreich. Die Ursache hierfür ist fast immer eine Überdüngung – zwar keine kritische Überdüngung, welche die Gräser zum Absterben brächte, aber dennoch eine schädliche. Denn „mastige“ Gräser sind anfälliger für Rasenkrankheiten und auch das ständige Mähen mag nicht jedermanns Passion sein.

Tipp

 Eine Umstellung von einem mineralischen Rasendünger auf einen Rasendünger mit einem hohen organischen Anteil sorgt nicht nur für einen natürlicheren Rasenwuchst und ein aktives Bodenleben, sondern schont auch die Umwelt..

Schlechtes Rasenwachstum

Klar dürfte sein, dass bei gehemmtem Rasenwachstum die Lebensbedingungen der Gräser offenbar zu schlecht sind, um eine gute Performance zu ermöglichen. Bodenverdichtungen, Wassermangel, Nährstoffmangel, Lichtmangel und indirekt ein ungünstiger Bodensäuregrad gehören zur Palette der möglichen Ursachen. Sind Verdichtung und Lichtmangel ausgeschlossen, empfehlen wir die Durchführung einer Bodenanalyse, um den pH-Wert und die Nährstoffversorgung des Bodens zu ermitteln. Bodenverdichtungen werden durch das Aerifizieren und Sanden behoben, in zu schattigen Lagen ist die Nachsaat mit einer Schattenrasen-Saatgutmischung wie den DCM Rasensamen Schatten ein erfolgversprechender Ansatz.

Rasen-Probleme mit der richtigen Pflege beheben

Die allermeisten Rasen-Probleme fallen nicht vom Himmel – auch wenn es manchmal so scheinen mag. Die richtige Bodenvorbereitung vor der Rasenansaat ist essentiell und kann fast gar nicht zu intensiv betrieben werden. Ist die Rasensaat selbst fachgerecht abgelaufen, hängt es noch an der Pflege, ob das Ergebnis eine Wiese mit 100 Problemen oder aber der grüne, dichte Outdoor-Teppich unserer Träume wird.

Beachten Sie diese 4 goldenen Regeln der Rasenpflege, um Rasenschäden vorzubeugen:

1. Düngen Sie den Rasen mindestens zweimal jährlich mit einem überwiegend organischen Rasendünger. Diese Pflanzen- und Bodendüngung ist Grundvoraussetzung für dichtes und gesundes Rasenwachstum und beugt damit dem Ansiedeln von Unkräutern im Rasen vor.
2. Mähen Sie den Rasen in der Hauptwachstumsphase einmal wöchentlich – oder auch häufiger. Im Frühjahr und Herbst orientieren Sie sich an der Faustregel, dass nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal entfernt werden sollten. Eine zu seltene Mahd bringt die Untergräser zum Absterben und begünstigt damit langfristig den Wuchs von Unkräutern im Rasen. Mehr zum fachgerechten Rasenmähen erfahren Sie im passenden Fachartikel.
3. Bewässern Sie Ihren Rasen im Sommer lieber seltener, doch dafür intensiver. Eine zu häufige Bewässerung kann nicht nur für trockenheitsanfällige, sondern auch für mechanisch empfindliche und sogar kranke Rasengräser sorgen. Mehr Bewässerungs-Tipps für den Rasen.
4. Behalten Sie den pH-Wert des Bodens im Auge. Ohne eine Bodenanalyse ist er kaum erkennbar und kann sich in unspezifischen Problemen wie schlechtem Wachstum und Unkräutern zeigen. Notfalls lässt sich der pH-Wert durch das Kalken des Rasens oder die Verwendung eines Bodenaktivators korrigieren.

Lesen Sie mehr über die richtige Rasenpflege, um Rasen-Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen!

Häufig gestellte Fragen

Als pflegehungrige Dauerkultur ist es vorprogrammiert, dass Rasen-Schadensbilder auftreten. Gelbfärbungen, schlechtes Wachstum, Filz, Moos oder Unkräuter im Rasen und Erkrankungen durch pilzliche Erreger oder Kahlstellen treten häufig auf und können in den meisten Fällen durch die richtige Pflege oder einmalige Maßnahmen behoben werden.

Pilze sind als natürlicher Bestandteil unserer Ökosysteme eigentlich überall zumindest als Sporen vorhanden. Dass sie den Rasen als Krankheitserreger befallen, kommt fast ausschließlich bei bereits anfälligen Gräsern vor und wird durch eine ungünstige Pflegepraxis gefördert. Doch auch manche Standorte begünstigen ihr Wachstum: Luftfeuchte Standorte mit geringer Luftbewegung und stehender Wärme im Sommer sind besonders betroffen von Pilzkrankheiten.

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